Hurrikan "Claudette" fordert zwei Menschenleben
- Frau von herabfallenden Ast, Bub von Baum erschlagen
- Hurrikan führte zu Überschwemmungen und Stromausfällen
Mit Überschwemmungen und Stromausfällen hat der Hurrikan "Claudette" am Dienstag die Küste von Texas überzogen. Mindestens zwei Menschen haben ihr Leben verloren. Wie der Nachrichtensender CNN berichtete, wurde eine Frau in Victoria von einem Ast erschlagen. In Jourdanton starb ein Bub, nachdem ein Baum auf ihn gestürzt war. Die Küstenwache musste zwei Fischer aus dem Golf von Mexiko retten, die auf ihrem Krabbenkutter Schiffbruch erlitten.
"Claudette" erreichte die Küste zu Mittag mit Windgeschwindigkeiten von 130 Kilometern pro Stunde. Erst am späten Dienstagabend (Ortszeit) ließ der Wind von Hurrikan- auf Sturmstärke nach. "Claudette" war der erste Hurrikan in Texas seit vier Jahren. Auf seinem Weg in Richtung USA hatte der Sturm Jamaika, die Cayman-Inseln und die mexikanische Halbinsel Yucatan überquert.
Der Sturm riss an der texanischen Küste auch vertaute Schiffe los, die versanken. Heftige Regenfälle und hohe Wellen - mehr als zwei Meter über dem Normalstand - überschwemmten Teile des Festlandes. Viele Küstenbewohner gerieten in Panik. Die US-Küstenwache berichtete von zahlreichen Hilferufen von Menschen, die von den steigenden Wassermassen eingeschlossen waren. Sie hatten sich entgegen den Empfehlungen der Behörden entschieden, den Sturm in ihren Häusern abzuwarten. Über Verletzte wurde zunächst nichts bekannt.
Der Hurrikan verlief nach den Meldungen im Ganzen glimpflich, denn das betroffene Küstengebiet liegt zwischen den Großstädten Corpus Christi und Houston und ist nur spärlich bewohnt. "Claudette" hatte sich in der Nacht zum Dienstag über dem Golf von Mexiko überraschend zu einem Hurrikan der Kategorie 1 entwickelt. (apa)
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