Dienstag, 15. Juli 2003

Schock in Ungarn: Tödliche Polizeischüsse auf Zivilisten

  • Gesetzeshüter feuert auf Ex-Freundin, neuen Freund und weiteren Mann, dann Selbstmord durch Kopfschuss
  • Motiv: Eifersucht

Am Dienstag hat in der ostungarischen Stadt Debrecen ein Polizeioffizier mit seiner Dienstwaffe seine ehemalige Lebensgefährtin und ihren neuen Freund getötet sowie einen weiteren Mann schwer verwundet. Dann richtete der "Ordnungshüter" die Waffe gegen sich selbst.

Der Polizist feuerte auf offener Straße auf drei Zivilisten - eine junge Frau und zwei 30-jährige Männer. Der Täter tötete sich unmittelbar danach durch einen Kopfschuss.

Eifersucht: Kind bleibt als Waise zurück
Einer der Männer - der neue Freund der Frau - wurde in den Kopf getroffen und starb noch am Tatort. Die Frau, es handelte sich laut Radioangaben um die frühere Lebensgefährtin des Polizisten, mit dem sie auch ein Kind hatte, war trotz mehrstündiger Kopfoperation nicht mehr zu retten. In den Nachmittagsstunden verloren die Ärzte den Kampf um das Leben des Opfers.

Der zweite angeschossene Mann erlitt Treffer im Brustkorb, sein Zustand wurde als stabil beschrieben.

Nach Angaben der Exekutive gehörte der Offizier zum Polizeipräsidium Debrecen und befand sich zur Tatzeit im Krankenstand.
(apa, red)

15.7.2003 16:01