Explosion erschüttert indonesisches Parlament
- Geringer Schaden, keine Verletzten
In einem Keller des Parlamentskomplexes in der indonesischen Hauptstadt Jakarta hat sich am Montag in der Früh eine Explosion ereignet. Nach Polizeiangaben entstand dabei lediglich geringer Sachschaden, es gab keine Verletzten. Einige Fensterscheiben seien zu Bruch gegangen.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP handelte es sich um zwei aufeinander folgende Explosionen. Ein Polizeisprecher sagte, Sprengstoffexperten seien zum Parlamentsgebäude geschickt worden. Die Ursache der Detonation war zunächst unklar.
Die Nachrichtenagentur Reuters meldete unter Berufung auf den Vizechef der Polizei von Jakarta, es habe sich bei der Explosion um eine Bombe gehandelt. Der indonesische Online-Nachrichtendienst Detikcom gab an, die Explosionen hätten sich während einer Überprüfung der Klimaanlage ereignet. Die indonesischen Parlamentarier haben derzeit Sommerpause.
Seit dem verheerenden Anschlag auf eine vor allem von ausländischen Touristen frequentierte Diskothek in Bali im vergangenen Jahr sind in Indonesien immer wieder kleinere Bombenanschläge verübt worden. Erst vergangene Woche hatte die Polizei ein großes Lager mit Sprengstoff und Zündern entdeckt und neun Islamisten verhaftet, die nach Angaben der Ermittler Terroranschläge im ganzen Land planten. (apa)
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