Neue FPÖ-Krise: Aufstand gegen Salzburgs Karl Schnell
- Ortsgruppen starten Plakat-Aktion gegen ihren eigenen Chef
- Seekirchen zu "Schnell-freie Zone von 0-24 Uhr" erklärt
·Steuersenkung
FORMAT: Haider
fordert 3 Mrd.
·Neuer Streit
Haider für Reform 2004, VP-FP-Nein
·Auf Pump
5 Mrd. Schulden für dt. Steuerreform
·Haider in NEWS
Steuerreform auf 2004 vorziehen
·UMFRAGE
Soll Haider wieder FPÖ-Chef werden?
·DISKUSSION
Was sagen Sie zum erstarkten Haider?
·Westenthaler
"Haider-Comeback nicht aufzuhalten"
Es geht wieder einmal kräftig zur Sache in der FPÖ: Nachdem in Tirol mehrere Vorstandsmitglieder für Sonntag einen Landesparteitag erzwungen hatten, gibt es nun auch in der Salzburger Landesgruppe Zoff. Mit einer Plakaten gegen den Salzburger FP-Obmann Schnell haben am Samstag Flachgauer Ortsparteien ihrem Ärger über den Ausschluss-Antrag ihres Bezirksobmannes Helmut Naderer Luft gemacht.
Auf 40 Ständern in den Orten Henndorf und Seekirchen war zu lesen: "Schnell-freie Zone von 0-24 Uhr - gilt für das gesamte Ortsgebiet" und "Achtung, hier keine SCHNELLENen Parteiausschlüsse".
Initiator der "Rache"-Aktion ist der Henndorfer Gemeindeobmann Franz Brandstätter, der die Druckkosten in der Höhe von 300 bis 400 Euro aus eigener Tasche bezahlt. "Es herrscht in fast allen Ortsgruppen des Flachgaus tiefe Unzufriedenheit", begründet Franz Schmidhuber, Fraktionsobmann von Seekirchen, den Protest gegen die Vorgangsweise von Schnell. Auf dessen Wunsch habe die Landespartei vor einer Woche den Antrag gestellt, den Flachgauer Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2004, Helmut Naderer, aus der Partei auszuschließen.
"Wir werden uns zu Wehr setzen. Mit dieser Parteiführung können wir nicht mehr", stellte Schmidhuber Schnell die Rute ins Fenster. 80 Prozent der mehr als 30 Ortsgruppen im Flachgau hätten Helmut Naderer als Bezirksobmann bestätigt. Mit dem Parteiausschluss, der von der Bundesparteileitung noch bestätigt werden muss, habe Schnell der Partei sehr geschadet. "Wenn es eine Gerechtigkeit gibt, dann muss der Antrag rückgängig gemacht werden", forderte Schmidhuber. "Sonst hat die Salzburger FPÖ ihre Glaubwürdigkeit verloren."
Gelassen reagierte Schnell auf den Protest. Im ORF-Radio Salzburg legte er allen Unzufriedenen Nahe, eine eigene Partei zu gründen. (APA/red)
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