Österreichern ist Arbeit wichtiger als Freizeit
- Nur 20 Prozent ist Freizeit wichtiger als ihr Job
- In der Freizeit sind Entspannen, Do-it-yourself und Sport top
Den Österreichern ist die Arbeit um ein Vielfaches wichtiger als die Freizeit. Bei einer internationalen Studie der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gaben 41 Prozent der Alpenrepublikaner an, mehr Wert auf das Arbeiten zu legen als auf freie Zeit. Für 20 Prozent spielt die Erholung eine größere Rolle. 38 Prozent wollen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit.
Quer durch alle Nationen ist die Entspannung zu Hause bei Fernsehen, Musik und Lesestoff mit Abstand die Nummer eins bei den Freizeitaktivitäten. Bei den Österreichern hat das Entspannen zu Hause (59 Prozent) und Do-it-yourself-Aktivitäten (40 Prozent) den höchsten Stellenwert. Danach folgen Sport (39 Prozent), Restaurant- und Barbesuche (32 Prozent), Kino sowie Kultur-Veranstaltungen mit jeweils 18 Prozent.
Die Gewichtung von Arbeit und Freizeit variierte in den verschiedenen Ländern sehr stark. So hat bei zwei Dritteln der Türken und Portugiesen der Beruf oberste Priorität. Die Briten sehen das viel lockerer. Mit 32 Prozent sind sie das Volk mit dem höchsten Anteil derer, denen die Freizeit wichtiger ist als der Beruf.
Unabhängig von der Nationalität der Befragten förderte die Studie auch geschlechtsspezifische Unterschiede zu Tage. So misst etwa die Hälfte der Männer ihrem Job mehr Gewicht bei als der Freizeit. Bei den Frauen liegt dieser Anteil dagegen nur bei rund 40 Prozent. Andere soziodemographische Merkmale wie Einkommen, Bildungsstand oder Vermögen spielten dagegen kaum eine Rolle.
Für die Studie hatte die GfK im Auftrag des "Wall Street Journal Europe" in diesem Frühjahr rund 22.000 Menschen in 21 Ländern befragt. (APA/red)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
