Rätsel gelöst: "Wildpinkler" löste Strahlenalarm im Wiener Rinterzelt
- Skurril: AKH-Patient wurde mit Jod 131 behandelt. Dann pinkelte er ins Gebüsch. Später wurde der "verseuchte" Strauch gestutzt und weggeworfen
Es war der 2. Strahlen-Alarm im Wiener Rinterzelt in 2 1/2 Wochen. Mittwoch abend konnte niemand sagen, woher das Material - radioaktives Jod 131 - stammt. Donnerstag Nachmittag liefert das AKH, das den verseuchten Container ins Rinterzelt transportieren ließ, eine mögliche Erklärung: Das Strahlen-Material stammt vermutlich von einem "Wild-Pinkler". Sprich einem Patienten. Jemand, der mit Jod 131 behandelt wurde, pinkelte in ein Gebüsch am Spitalsgelände. Später wurde der "verseuchte" Strauch gestutzt und entsorgt...
AKH-Sprecherin Karin Fehringer: Ein Patient, der mit Jod 131 behandelt wurde, dürfte an einen Busch uriniert haben. Der wurde geschnitten und die Reste in den Müllcontainer geworfen. "Es befanden sich darin nämlich nur Staub und Blätter", sagte Fehringer.
Mit Jod 131 werden Patienten behandelt, die etwa eine Schilddrüsenüberfunktion oder ein -karzinom haben. "Ab einem gewissen Strahlenwert darf der Patient das Haus verlassen", erklärte Fehringer. Der Behandelte dürfte kurz nach Verlassen des Krankenhauses seine Notdurft im AKH-Garten verrichtet haben. "Die Dosis würde stimmen."
Verabreicht wird das Medikament in der Klinik für Nuklearmedizin. Es sei aber nicht auszuschließen, dass ein Patient eines anderen Spitals oder einer Ordination sich auf dem Gelände befand, sagte Fehringer. "Wer das gewesen sein könnte, ist nicht rückverfolgbar."
Strahlen-Alarm im Rinterzelt
Im Wiener Rinterzelt wurde Mittwoch abend erneut "Strahlungsalarm" gegeben. Bereits vor 2 1/2 Wochen wurde "strahlendes" Material entdeckt. Die Wiener Feuerwehr stellte nach Messungen fest, dass die Mengen weit unter der Gefahrenzone liegen.
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