Neuer Dämpfer für Koalition: Nur fünf Prozent wollen Schwarz-Blau!
- Zustimmung fast nur mehr in der FPÖ
- Causa Grasser: Jetzt ist auch Haupt für Steuer-Prüfung!
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Dramatische Einbrüche sieht eine neue Umfrage bei der Zustimmung zur Regierungs-Koalition. Nur mehr fünf Prozent der österreichischen Wähler wollen demnach eine Fortsetzung von Blau-Schwarz. Jeweils 19 Prozent der Wahlberechtigten halten eine Alleinregierung der SPÖ, eine Große Koalition aus ÖVP und SPÖ bzw. ein rot-grünes Regierungsbündnis für die beste Regierungsform.
Es wurde abgefragt, was nach angenommenen Neuwahlen im Herbst passieren sollte. Das geht aus einer aktuellen SWS-Umfrage hervor.
Schwarz-Blau-Freunde fast nur in der FPÖ
Nach den Daten der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS) gibt es derzeit - außer in der FPÖ - kaum mehr Anhänger der derzeitigen Regierung. Eine Fortsetzung der schwarz-blauen Koalition wollen nur 12 Prozent der deklarierten Anhänger der ÖVP, 51 Prozent sind für eine Alleinregierung "ihrer" Partei.
In der FPÖ wünschen zwar 35 Prozent eine Neuauflage der derzeitigen Regierung, 40 Prozent wollen ihre Partei allerdings allein die Geschicke des Staates lenken sehen.
Dieser Trend zur Alleinregierung setzt sich bei den Anhängern der SPÖ fort. 49 Prozent treten hier für eine Regierung ihrer Partei ein. Der Wunsch nach einer Großen Koalition mit der ÖVP (21 Prozent) liegt bereits hinter jenem nach einem rot-grünen Bündnis (22 Prozent). Etwas mehr als drei Viertel der Grünwähler sprechen sich ebenfalls für diese Regierungsform aus.
Keine Lust mehr auf Koalitionen
Ernst Gehmacher von der SWS schloss aus diesem Ergebnis: "Koalitionen hat man satt. Am ehesten werden Alleinregierungen als wünschenswert bezeichnet."
Angesichts der Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr hält eine klare Mehrheit der Wähler den Zweiten Nationalratspräsidenten Heinz Fischer (42 Prozent) für den geeignetsten Kandidaten. VP-Pröll kommt nur auf 16 Prozent.
(apa)
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