Dienstag, 15. Juli 2003

Oberösterreicher sprang bei Vernehmung in Tirol aus 4.Stock

  • Der 31-Jährige starb in Innsbrucker Spital

Ein wegen Drogendelikten vorbestrafter Oberösterreicher suchte in Tirol nach einer neuerlichen Festnahme bei der Vernehmung sein Heil in der Flucht durchs Fenster. Nur, dass das Vernehmungszimmer im vierten Stock lag. Der 31-Jährige, der erneut wegen Drogenbesitzes festgenommen worden war, prallte auf den Asphalt und wurde in einer Innsbrucker Klinik gebracht, wo er kurze Zeit später verstarb.

Der Mann, der aus dem Raum Linz-Stadt stammte, wurde während einer Bahnfahrt von Vorarlberg nach Ostösterreich von Beamten der Kriminalabteilung Vorarlberg mit einer "erheblichen Menge Suchtgift" festgenommen. Der bereits wegen Drogenhandels einschlägig Vorbestrafte hatte unter anderem ein Kilo Haschisch und Ecstasy-Tabletten im Gepäck, sagte der Innsbrucker Polizeijurist Thomas Angermair.

Anschließend wurde der 31-Jährige der Tiroler Kriminalabteilung der Gendarmerie übergeben. Die Staatsanwaltschaft verhängte eine vorläufige Haftverfügung.

"Während der Befragung sprang der Oberösterreicher plötzlich auf den Tisch und hechtete zum Fenster. Er fiel anschließend etwa zehn Meter in die Tiefe und prallte auf dem Asphalt auf", beschrieb Angermair das Unglück. Die anwesenden Beamten hätten noch versucht, den Mann zu fassen. Dabei wurde ein Gendarm verletzt. Das Fenster sei "halb offen" gewesen. Der Polizeijurist sprach von einer "Kurzschlusshandlung", Hinweise auf Fremdverschulden gebe es nicht. (apa/ red)

15.7.2003 10:49