Neuer Rekord: Schon 62% der Autofahrer im "Bonus"
- Nur 0,08 Prozent der Versicherten in höchster Malus-Stufe
- Im Vorjahr um 2,1 Prozent mehr Kfz-Haftpflicht-Schäden
Sind die österreichischen Autolenker "Musterfahrer"? Der Anteil der "Bonusfahrer" in der Kfz-Haftpflicht-Versicherung ist jedenfalls auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Bereits mehr als 62 Prozent der heimischen Autofahrer sind derzeit in den beiden besten Bonusstufen 00 und 01 unterwegs und müssen so nur die halbe Grundprämie zahlen.
Binnen Jahresfrist hat sich der Anteil der Pkw-/Kombi-Bonusfahrer von 61,93 auf 62,35 Prozent erhöht, vor vier Jahren waren es erst 53 Prozent. Das Bonus-Malus-System ist in Österreich seit dem Jahr 1977 in Kraft.
Obwohl sich der vor drei Jahren einsetzende Trend zu fallenden Unfallzahlen im Vorjahr nicht fortgesetzt hat, ist die Zahl der Bonusfahrer leicht gestiegen. Offenbar waren die "Musterfahrer" von der schlechteren Unfallentwicklung im Vorjahr nicht betroffen, vermutet der Versicherungsverband. Die Zahl der Schadenfälle in der Kfz-Haftpflicht ist 2002 um 2,1 Prozent gestiegen, nach einem Rückgang um 1,8 Prozent im Jahr davor.
In der Grundstufe fahren jetzt knapp 10 Prozent der Autofahrer und bezahlen die normale Tarifprämie. Nur noch ein geringer Prozentsatz (0,08 Prozent) der Autofahrer ist auf Grund ihres ungünstigen Schadenverlaufes in den höchsten Malus-Stufen 16 und 17 unterwegs und muss die doppelte Grundprämie zahlen. (APA/Red.)
