Donnerstag, 10. Juli 2003

Toni Mörwald geht ins Kloster!

  • Das Kloster UND in Krems wird zum neuen Genusszentrum mit Toplokal und Vinothek!
  • PLUS: First Look auf's neue Lokal!

Tausendsassa Toni Mörwald präsentiert seinen neuesten Streich: Das Kloster UND in Krems wird zum neuen Gourmettempel...

Geistlicher Betrieb herrschte im Kremser Kapuzinerkloster Und schon des längeren nicht mehr. Seit der Phase des beginnenden österreichischen Weinwunders residierte hier das "Weinkolleg Und" mit Degustationskeller und Events. Zuletzt wurde es ruhig um das Baujuwel.

Anfang 2002 kaufte Raiffeisen Niederösterreich dem Winzer Erich Salomon den schon etwas heruntergekommenen Bau ab und beauftragte die Architekten Eichinger oder Knechtl mit der Renovierung. Die soeben abgeschlossen wurde.

Wein bleibt weiterhin ein Leitthema des Betriebes Gleich beim Eingang stößt man auf die puristisch designte Weinhandlung von Franz Noitz. Noitz ist Connaisseuren schon bislang mit seiner exzellenten Vinothek Steinertor ein Begriff. Jetzt residiert er im Kloster und kooperiert eng mit Toni Mörwalds jüngsten Restaurant gleich nebenan.

Große Küche im UND
Im Gegensatz zu Mörwalds schlichterem "m. kunst.genuss" ein paar hundert Meter weiter vor der Kunsthalle wird hier große Küche aufgetischt. Küchenchef Mario Bachhofer belegte schon in der Phase des Soft-Opening, dass er beim internen Wettkochen der zahlreichen Mörwald-Restaurants ziemlich weit vorne mitspielt. Ohne Zweifel hat Krems mit diesem großzügig angelegten Lokal sein erstes gediegenes Restaurant abseits der gutbürgerlichen Gaststätten.

Im Und wird unter monatlich wechselndem Motto gekocht. Derzeit heißt das Thema "Provence trifft Neusiedlersee", zwei Speisefolgen werden einzeln oder verwoben in bis zu zwölf Gängen offeriert.

Tolle Weinkarte
Was das Lokal aber absolut einzigartig macht, erschließt sich erst bei einem Blick in die umfangreiche Weinkarte. Die nebenan in der Vinothek liegenden Weine gibt es gegen geringen Aufschlag im Lokal, was den Genuss feiner und feinster Weine zu einem höchst erschwinglichen Vergnügen macht. Einziger Mangel: Die einstigen klösterlichen Schlafkojen stehen heute leider nicht mehr zur Verfügung.

Sowohl im weitläufigen Hof als auch im Inneren des Lokals speist man an außergewöhnlich großen Tischen, besonders begehrt dürfte der Küchentisch mit Blick auf die State-of-the-art-Küche werden.

Das einzige gestalterische Rätsel bleiben die seltsamen schwenkbaren Spots, die Gäste und Gerichte in ein furchtbar fahles Sparlampen-Licht tauchen und Appetit & Laune verderben. Aber dem Vernehmen nach bestehen gute Chancen, dass die bizarren OP-Lampen demnächst verschwinden.

Adresse: 3500 Krems, Undstraße 6, Tel.: 0 27 32/704 93, Mi-So 10-22 Uhr

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10.7.2003 12:34
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