Studie beweist: Wein-Experten denken anders!
- Des Rätsels Lösung: Sommeliers aktivieren durch Training Gehirn-Regionen, die beim Laien brach liegen.
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Wein-Experten unterscheiden sich von "normalen" Menschen: Ihre Gehirne arbeiten anders! Das beweist jetzt eine brandneue Studie: Bei Sommeliers arbeiten Hirnareale, die bei nichtprofessionellen Weintrinkern unaktiviert bleiben. Den wissenschaftlichen Beweis erbrachten sieben italienischen Top-Sommeliers. Sie stellten sich einem "Vergleich" mit anderen Weinliebhabern. Die Test-Personen unterzogen sich alle einer Kernspintomographie!
Der echte Weinkennerschaft braucht auch das "passende" Gehirn, besagt die Studie der römischen Fondazione Lucia. Laut Ergebnis der Untersuchungen bedarf es eines geschulten Gehirns, um einen guten Wein voll auszukosten.
So wurde getestet und untersucht
Beide Gruppen mussten drei unterschiedliche Weine im Wechsel mit Zuckerlösung blind testen. Während der verschiedenen Phasen - Wirkung auf der Zunge, Bewertung, Schlucken und Nachgeschmack - wurden alle Probanden untersucht. Bei beiden Gruppen zeigten sich Aktivitäten im primären Geschmackszentrum (in der Inselrinde) und im sekundären Geschmacksareal (im orbitofrontalen Kortex), wo Wahrnehmung, Genuss und Erlebnisfreude lokalisiert werden. Bei den Profis arbeiteten jedoch noch weitere Regionen.
So waren bei ihnen die vorderen Abschnitte von Hippocampus und Mandelkern aktiv, die für Speicherung und Abruf von Erinnerungen und Erfahrungen wichtig sind. Gleiches gilt für den linken präfrontalen Kortex als Sitz des logischen Denkens und der kritischen Vernunft. Für das deutsch-italienische Forscherteam unter der Gesamtleitung von Prof. Jürgen Mai von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf bedeutet dies, dass Profis beim Weingenuss ein rational-analytisch erweitertes Handwerkszeug besitzen, das sie sich durch Training erarbeitet haben. (red/apa)
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