Studie: Handystrahlung fördert Kurzzeit-Gedächtnis
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Wissenschafter der verschiedenen Disziplinen streiten seit Jahren, ob Handy- und Handymasten-Strahlung gesundheitsschädlich ist oder nicht. Im Juli brachte eine neue Studie der University of Bradford (Großbritannien) ein überraschendes Ergebnis: Handystrahlung fördert das Kurzzeitgedächtnis - allerdings nur bei Männern.
Für die Studie dienten 33 männliche und 29 weibliche Studenten gleichsam als Versuchskaninchen. Sie mussten Gedächtnis-Aufgaben lösen und dabei teilweise funkende Handys oder auch Handy-Attrappen ans linke Ohr halten, wobei die Probanden nicht wussten, ob ihr Telefon gerade arbeitete oder nicht.
Ausschließlich bei den männlichen Testpersonen zeigte sich, dass jene weniger Fehler bei den Gedächtnisaufgaben machten, die sich ein funkendes Handy ans Ohr hielten. Allerdings beeinflusste das Mobiltelefon nur das Kurzzeitgedächtnis, bei erneuter Abfrage der Merkübungen nach einer Woche war der Unterschied verschwunden.
Wer nun meint, bei Tests nur ein Handy an die Schläfe halten zu müssen, und schon steigt die Leistung, wird von den Forschern allerdings gewarnt. "Die Tatsache, dass Mobiltelefone in irgendeiner Weise die Funktion des Gehirns beeinflussen, könnte möglicherweise bedeuten, dass kumulative Belastung durch EMF (elektromagnetische Felder, Anm.) auch in einer Zerstörung münden könnten", sagte Studienautor Jim Smythe. (APA/Red.)
