Mittwoch, 9. Juli 2003

Wien: Computergestützte Begräbnisberatung möglich

  • "Work Flow System" soll Rationalisierungseffekt bringen
  • Auch externe Leistungen werden mit angeboten

Seit Anfang Juli berät die Bestattung Wien ihre Kunden auch per Web. Die behördlich vorgeschriebenen Formalitäten bei einem Todesfall sollen für die Hinterbliebenen dadurch vereinfacht werden. Zudem bleibe durch die computergestützte Beratung mehr Zeit für die Kundenbetreuung, wie die Geschäftsführer Christian Fertinger und Arno Molinari betonen.

Aus Gründen des Feingefühls sei man bisher beim EDV-Einsatz in den elf Kundenservicestellen sehr vorsichtig gewesen. "Heute wird EDV und Internet aber schon bis ins hohe Alter genutzt", sagte Fertinger. Man sei sich daher nun sicher gewesen, mit dem neuen System keine "Konsternierung" bei den meist älteren Kunden auszulösen.

"Work Flow System"
Die Vorteile des "Work Flow Systems" samt elektronischem Aktenlauf, für das die Bestattung Wien komplett vernetzt wurde: Kundendaten müssen nur einmal erfasst werden, das händische Ausfüllen unzähliger Formulare entfällt, eine Vielzahl an Telefonaten ist nicht mehr notwendig. Von der Auswahl des Sarges bis zur Erstellung des Partezettels kann alles elektronisch erledigt werden. Der Besteller erhält zum Schluss eine einzige Rechnung über alle - auch externe - Leistungen. Künftig will man auch Geschäftspartner wie Druckereien oder die Friedhofsverwaltung in das Netzwerk einbinden, langfristig soll das System auch einen Rationalisierungseffekt bringen. (apa/red)

Weitere Informationen:

  • Bestattung Wien-Website

    9.7.2003 15:31