Mittwoch, 9. Juli 2003

Bundesliga-Start: Neue Fußball-Offensive

  • Premiere für das neue Bundesliga-News

Die kommende Meisterschaft verspricht mehr Spannung und mehr Zuschauer. Und: Wer kann die Austria stoppen?

Die Vorzeichen stehen alles andere als günstig: Bei der Europameisterschaft 2004 in Portugal bleibt der Nationalmannschaft wohl wieder nur die Rolle eines Zuschauers. Wegen der mageren Europacup-Ergebnisse der heimischen Klubs in den letzten zwei Jahren ist Österreich auch im UEFA-Ranking weiter nach hinten gerutscht. Nächstes Jahr darf daher nur mehr der Meister in die Qualifikation für die Champions League. Und die UEFA-Cup-Starter (Vizemeister und Tabellendritter sowie Cupsieger) müssen allesamt schon in der Vorrunde ran.

Finanznöte. Dazu kommt, dass die anhaltende Wirtschaftsflaute auch vor dem heimischen Profifußball nicht Halt macht. Sieht man einmal von der durch Frank Stronach sorgenfrei gestellten Wiener Austria ab, muss sich der Rest der Liga finanziell nach der Decke strecken. Rundum wurden daher die Budgets um durchschnittlich 20 Prozent gegenüber der letzten Saison gekürzt. Dabei haben die Klubs in erster Linie bei den Spielergagen den Rotstift angesetzt. Immerhin gehen nach wie vor zwischen 70 und 80 Prozent der Jahresbudgets in die Brieftaschen des kickenden Personals. Kein Wunder, dass spektakuläre Transfers wie das Comeback von Ivica Vastic in der Liga heuer eher die Ausnahme als die Regel bildeten. Nicht einmal für absolute Wunschspieler wird heute noch Ablöse bezahlt, um sie aus laufenden Verträgen herauszukaufen. Und die Kader wurden so weit wie möglich abgespeckt, auf durchschnittlich nur mehr 20 Feldspieler.

Neue Hoffnung. Dennoch: Die neue Meisterschaftssaison, die am kommenden Mittwoch, 16. Juli, beginnt, verspricht von Beginn an mehr Spannung als zuletzt, als zunächst drei Jahre lang der FC Tirol und im Vorjahr die Austria die Herausforderer in Grund und Boden gespielt haben. Auch wenn die „Wiener Veilchen“ nicht nur in der traditionellen NEWS-Umfrage unter den Mannschaftskapitänen wieder Top-Favorit auf den Meisterteller sind, wird es allen Prognosen nach keinen Durchmarsch mehr geben. Noch dazu, wo Austrias Neo-Trainer Joachim „Jogi“ Löw erst einmal acht neue Spieler in die Mannschaft integrieren und diese zu einer harmonischen Einheit zusammenführen muss.

Bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison haben der GAK und Salzburg unter Beweis gestellt, wie man der Austria erfolgreich auf den Pelz rücken kann. In der Frühjahrstabelle lag der Millionenklub aus Wien-Favoriten nur auf Platz vier. Außerdem bleibt offen, wie die Löw-Startruppe den Qualifikationsstress für die Champions League bewältigt. Und schafft die Austria Ende August tatsächlich den Sprung in die europäische Elite-Liga, wird sie zwangsläufig in der Meisterschaft Haare lassen.

Alle Details finden Sie im neuen NEWS
Dazu: Als großes EXTRA-Heft: Bundesliga-NEWS, jede Woche neu!
Plus: Die Titelfrage: Austria oder GAK - wer sonst?
Und: Der NEWS-Liga-Check: Wer in Geld schwimmt. Und wer sich nach der Decke streckt

9.7.2003 16:35