Mittwoch, 9. Juli 2003

NEWS-Gallup-Umfrage: Mehr als zwei Drittel unzufrieden mit Regierung

  • Grasser stürzt im Politik-Barometer um neun Prozentpunkte ab, Ferrero legt fünf Prozentpunkte zu

In einer großen Sommer-Umfrage mit 2.000 telefonischen Interviews erhob das Gallup-Institut im Auftrag von NEWS das "Schulzeugnis" der Wähler für die österreichische Bundesregierung - sowohl personell, als auch in der Parteienlandschaft fand seit der Bildung der neuen Regierung ein Polit-Erdbeben statt.

In der "Sonntagsfrage" liegt - im Vergleich zum März 2003 - die SPÖ bei 41 Prozent (plus zwei), die ÖVP bei 35 Prozent (minus fünf), die Grünen bei 12 Prozent (plus/minus null) und die FPÖ - auf niedrigem Niveau, leicht erholt - bei zehn Prozent (plus drei). Somit überholt die SPÖ die ÖVP wieder deutlich, die FPÖ bleibt am vierten und letzten Platz.

Die Frage, wie zufrieden die Wähler mit der Arbeit der Bundesregierung seien, ergibt einen Rekord-Minuswert: 68 Prozent geben an, dass sie wenig oder gar nicht zufrieden seien, nur 27 Prozent sind zufrieden (nur ein Prozent, also 20 von 2000 Befragten sind sehr zufrieden). Im Vergleich zum "Wende-Jahr" 1999 zeigt sich die Dramatik des Absturzes in der Wählergunst besonders stark: Im September 1999, kurz vor der Abwahl von Rot-Schwarz waren "nur" 55 Prozent mit der Arbeit der Regierung unzufrieden.

Ebenfalls dramatisch: Die Verschiebungen in den Persönlichkeits-Werten der Spitzenpolitiker: Benita Ferrero-Waldner wollen 48 Prozent (plus fünf) in einer wichtigeren politischen Rolle sehen, sie überholt damit Thomas Klestil (47 Prozent, minus vier) und übernimmt die Führung. Platz drei mit jeweils 39 Prozent persönlicher Zustimmung teilen sich Michael Häupl, Alfred Gusenbauer und Karl-Heinz Grasser, der gegenüber März stolze neun Prozent einbüßte. Der Kanzler selbst fiel hinter Gusenbauer zurück, rangiert mit 38 Prozent und minus fünf nicht mehr unter den Top Five. Grünen-Chef Alexander Van der Bellen wurde ebenfalls von Gusenbauer überholt (38 Prozent, minus sechs), liegt aber politisch um "Lichtjahre" vor der unmittelbaren Konkurrenz um Platz drei, Herbert Haupt, der 18 Prozent Zustimmung (plus eins) erreichte und knapp vor Jörg Haider (16 Prozent, plus vier) rangiert.

Die ausführliche Story lesen Sie im neuen NEWS!

9.7.2003 13:04