MEGA-DEAL: Römerquelle belebt jetzt Coca Cola!
- US-Riese schluckt heimische Top-Marke: Preis streng geheim!
- PLUS: Die besten Römerquelle-Plakate aller Zeiten!
·Kult-PLAKATE
Römerquelle belebt jetzt Coca Cola
·Römerquelle
Vom Heilwasser zur Wellness-Marke
·Cola-Bilanz
Mit Vanille-Coke zu Gewinnsprung
·Wellnessdrinks
Durchklicken: Die besten Durstlöscher
Die erotisch-lustvollen Plakate sind mittlerweile legendär, der Slogan ein Klassiker: "Römerquelle belebt die Sinne" - und jetzt auch Coca Cola! Der weltgrößte Softdrink-Konzern kauft die rot-weiß-rote Mineralwasser-Firma. Der Kaufpreis und die finanziellen Details sind streng geheim!
Römerquelle ist die heimische Nr. 2 unter den Mineralwässern (Platz 1: Vöslauer). Aufgefallen ist die Firma immer wieder durch erotisch-laszive Werbe-Sujets und innovative Produktionsneuheiten (siehe Kasten).
Grünes Licht von Kartell-Wächtern fehlt noch
In den vergangenen Jahren hatte es wiederholt Spekulationen über einen Verkauf des Traditionsunternehmens gegeben. Als Interessent war unter anderem Nestle kolportiert worden.
Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellwächter wird die Coca-Cola Hellenic Bottling Company über die österreichische Gesellschaft Coca-Cola Beverages Austria die Marken Römerquelle und Markusquelle samt Produktionseinrichtungen in Edelsthal und Pöttsching kaufen.
Der langjährige Römerquelle-Geschäftsführer Anton Wandl sieht den Verkauf der Traditionsmarke an den US-Multi positiv. Nach der Entscheidung der Eigentümer, zu verkaufen, sei er froh, "dass der Käufer Coca-Cola ist". Eigentümer der Römerquelle GmbH waren bisher der Landesproduktenhändler Prochaska & Cie GmbH - er hielt die stimmrechtliche Mehrheit - sowie die DAKS VermögensverwaltungsgmbH, im Besitz mehrerer Familien. Mit dem US-Konzern arbeite Römerquelle seit 20 Jahren zusammen. Wandl hofft vom weltweiten Know-how im Vertrieb und bei Markenaufbau vor allem in den östlichen Nachbarländern profitieren zu können.
"Durch die Beteiligung von Coca-Cola wurde wieder eine österreichische Marke gesichert", betonte Wandl gegenüber der APA. Das Unternehmen soll eigenständig bleiben, auch beim Management seien keine Veränderungen geplant. "Wir werden einer Gesellschaft wie Coca-Cola zeigen, dass wir im Mineralwassergeschäft top sind", sagte der Römerquelle-Chef.
Römerquelle in Zahlen
Römerquelle setzte 2002 mit rund 150 Mitarbeitern und knapp 150 Mio. Liter Mineralwasser ab bzw. 42,9 Mio. Euro (plus 32,5 Prozent) um und ist damit die Nummer 2 auf dem österreichischen Mineralwassermarkt. Im ersten Halbjahr 2003 gab es ein Umsatzwachstum von 20 Prozent. Im Gesamtjahr sollen knapp 50 Mio. Euro umgesetzt werden. Die Markusquelle, eine 100-prozentige Tochter der Römerquelle, setzte zuletzt mit 18 Mitarbeitern 3,65 Mio. Euro um und will ab 2004 wieder schwarze Zahlen schreiben.
Irial Finan, Chef der Coca Cola Hellenic Bottling Company: Mit der Übernahme unterstreiche man neuerlich die Bedeutung des österreichischen Standorts für den Konzern. Römerquelle und Markusquelle hätten großes Potenzial im schnell wachsenden Markt für Mineralwasser und Wellnessdrinks, so Finan in einer Unternehmensinformation. Die Römerquelle-Übernahme sei ein weiterer Schritt in der Coca-Cola Strategie das Markensortiment selektiv zu verbreitern. (apa)
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