Österreichs Elektroindustrie weiter auf Talfahrt
Die heimische Elektro- und Elektronikindustrie hat im vergangenen Jahr mit einem Minus von 5,7 Prozent kräftig an Umsatz verloren, die Beschäftigtenzahl sank gar um 6,6 Prozent. Für heuer erwartet die Branche einen ähnlichen Rückgang von Produktionswert und Beschäftigten, hieß es am Freitag bei der Jahres-Pressekonferenz des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI).
Mit 58.000 Beschäftigten ist die Elektro- und Elektronikbranche der zweitwichtigste industrielle Arbeitgeber des Landes. Allein 2002 gingen hier gut 4.000 Arbeitsplätze verloren, die Hälfte davon durch die Verlagerung von Produktionen, etwa bei der Philips- Monitorröhrenproduktion im steirischen Lebring. Vor gut zehn Jahren waren noch rund 70.000 Personen in der österreichischen Elektroindustrie beschäftigt.
2002 hat die Elektro- und Elektronikindustrie laut FEEI einen Produktionswert von 9,3 Mrd. Euro erzielt. Nachdem die Gewinne bis vergangenes Jahr aber noch relativ gut waren, beginnt sich nun auch die "Ertragslage der Unternehmen deutlich zu verschlechtern", sagte Albert Hochleitner, der Obmann des FEEI ist. "Was uns trifft, ist, dass die Lage in Deutschland besonders schwierig ist."
Deutschland nimmt knapp ein Drittel der Ausfuhren des stark exportorientierten Industriezweigs ab. Die Exporte nach Deutschland sind im vergangenen Jahr um 7,1 Prozent zurückgegangen. Der Nachfrageausfall aus dem großen Nachbarland konnte durch moderat höhere Ausfuhren nach Osteuropa und eine mehr als 20-prozentige Steigerung nach Ostasien nur teilweise kompensiert werden.
(apa)
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