Androsch: Austro-Konsortium soll voest komplett übernehmen
- Missverständnisse! Minister Grasser: "Schließe niemanden aus"
- FORMAT: Frank Stronach will Österreich klagen
·Voest & Magna
FORMAT: Stronach will Republik klagen
·Laut Grasser:
ÖIAG-Aufsichtsräte wenig informiert
·TA unter Druck
ÖIAG-Verkauf wird noch dauern
·FORMAT
Kovats dementiert Interesse an Voest
·voestalpine
Betriebsrat votiert für Sperrminorität
·'Minerva'-Deal
Magna will voest alpine schlucken
·Der Stahlbaron
Androsch plant die Voest-Übernahme
Ein breites Österreich-Konsortium sollte das oberösterreichische Stahlunternehmen voestalpine nach Vorstellung des Industriellen Hannes Androsch zur Gänze übernehmen - und nach drei bis fünf Jahren wieder an die Börse bringen. Indes plant Frank Stronach eine Klage gegen die Republik, wenn bei der Voest-Privatisierung nur Finanz-Investoren zugelassen werden. (Kasten) Finanzminister Grasser schließt bei der voestalpine- Privatisierung niemanden aus. Alle anderen Interpretationen seiner gestrigen Äußerungen seien von den Medien gekommen, erklärte er Freitag Vormittag.
Grasser hatte am Donnerstag in einer Pressekonferenz gemeint, aus seiner Sicht seien strategische Investoren nach dem präzisierten Privatisierungsaustrag aus dem Rennen. Als solche bezeichnete er in weiterer Folge Magna und ThyssenKrupp.
Nunmehr beließ es Grasser bei allgemein gehaltenen Äußerungen, ohne allerdings an den grundsätzlichen Inhalten etwas zu ändern.
Grundsätzlich seien beim Privatisierungsvorgang zwei Varianten möglich - entweder über die Börse oder über den Verkauf an Finanz- Investoren. Dabei müssten vier Voraussetzungen erfüllt sein: Die Einheit des Unternehmens müsse erhalten werden, die Entscheidungszentrale in Österreich bleiben, ein österreichischer Kernaktionär gefunden werden, sowie Forschung und Entwicklung erhalten und ausgebaut werden.
Österreich-Konsortium
Für Androsch ließe sich der Auftrag an die ÖIAG, den 34,7-prozentigen Staatsanteil entweder direkt an Finanzinvestoren oder über die Börse zu verkaufen, miteinander verknüpfen. Derzeitige Kleinaktionäre könnten auch in der "börselosen" Zeit beteiligt bleiben.
Androsch - noch - nicht im Konsortium
Er selbst sei noch kein aktiver Mitbieter um die Voest. An dem vom oberösterreichischen RLB-Chef Ludwig Scharinger gezimmerten Österreich-Konsortium (das via Fonds-Konstruktion den 34,7-Prozent-Anteil der ÖIAG ohne Pflichtangebot an die übrigen Aktionäre übernehmen wolle) sei er nicht beteiligt, sagt Androsch und glaubt auch nicht, dass diese Konstruktion "durchgeht".
Breites Austro-Konsortium
Der 2-Mrd.-Euro-Deal zur 100-prozentigen Übernahme der Voest sollte nach Androschs Plan von einem möglichst breiten Österreich-Konsortium (in dem das Scharinger-Konsortium integriert wäre) getragen werden.
Platz für Kleinaktionäre
Bei einem - vom Übernahmegesetz vorgeschriebenen - Übernahmeangebot an die bestehenden Aktionäre der Voestalpine will Androsch die Kleinaktionäre nicht hinausdrängen: Diese sollten, so sie das wollen, "gebündelt" beteiligt bleiben.
Androsch plädiert dafür, bei der weiteren Voest-Privatisierung Ruhe zu bewahren und die durch den oberösterreichischen Wahlkampf entstandene Emotionalisierung erst einmal abklingen zu lassen.
(apa, red)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
Grand Prix von Monaco17:07
Webber holt Monte CarloAustralier ist sechster Sieger im sechsten Rennen. Gerüchte um Vettel-Wechsel.

