TA-Aktie unter Druck - ÖIAG-Verkauf dauert
- Merrill Lynch stuft TA ab von Kauf auf Neutral
Kräftig unter Druck geriet am Donnerstag der Aktienkurs der Telekom Austria (TA), nachdem die ÖIAG erklärt hatte, kein Angebot für den Staatsanteil der TA erhalten zu haben. Gleichzeitig wollte Finanzminister Grasser nicht ausschließen, dass es bis zu einem Verkauf noch einige Jahre dauern könnte.
Seit Jahresbeginn war wiederholt der Schweizerische Telekom-Konzern Swisscom als Interessent für einen Einstieg bei der TA kolportiert worden.
Die Aktien notierten am Donnerstagnachmittag um 5,77 Prozent schwächer bei 10,12 Euro. Im Tagestief waren die Titel zeitweise bis auf 9,92 Euro zurückgefallen.
"Neutral"
Kurz darauf stufte Merrill Lynch die TA von "Kauf" auf "Neutral" zurück und kürzte das Kursziel von 11,4 auf 10,5 Euro. Den Schritt begründet Merrill Lynch mit der Übernahmeprämie, die nun aus dem Aktienkurs zu entweichen drohe.
Gleichzeitig nahm das Investmenthaus die Umsatz- und Gewinnerwartungen zurück, da durch den Marktauftritt zwei neuer Anbieter (Hutchinson 3G und Tele2) der Wettbewerbsdruck im Mobilfunkgeschäft signifikant zugenommen habe.
Eine weitere Risikoquelle sieht Merrill Lynch in den Bemühungen der TA um den bulgarischen Mobilfunker Mobiltel. Der Deal könnte die Gewinnchancen der Aktionäre "verwässern".
(apa, red)
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