Schröder besorgt über Euro-Stärke
- EZB lässt Leitzinsen unverändert bei 2 Prozent
- Wirtschaft in Eurozone stagnierte zum Jahresanfang (Kasten)
·Euro-Zone
EZB lässt Leitzinsen weiter bei 2,0%
Der deutsche Bundeskanzler Schröder hat die Europäische Zentralbank in einem Zeitungsinterview indirekt aufgefordert, an den Devisenmärkten gegen die Stärke des Euro zu intervenieren. Die EZB hat sich bisher aber von ähnlichen Zurufen nicht beeindrucken lassen.
"Ich gehe davon aus, dass die klugen Menschen in der Europäischen Zentralbank jeden Tag diskutieren, ob sie im Rahmen des Dollar-Euro- Wechselkurses genug tun, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Exporte zu erhalten", sagte Schröder ein einem Interview der "Financial Times", das die Zeitung am Freitag veröffentlicht.
Die EZB und deren Präsident Wim Duisenberg haben sich von solchen Forderungen, die in jüngster Zeit schon mehrfach von europäischen Politikern geäußert wurden, bisher nicht beeindrucken lassen.
Schröder sagte, Exportfirmen in Deutschland und anderen europäischen Ländern litten unter dem starken Euro. Das bremse das Wirtschaftswachstum. Die EZB hat auf den Devisenmärkten schon seit zwei Jahren nicht mehr interveniert.
(apa)
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