Donnerstag, 10. Juli 2003

EZB-Statistik: Kunden bleiben bei heimischen Banken

  • Rund 80-90% des Bankgeschäftes mit inländischen Kunden
  • EZB lässt Leitzinsen unverändert bei 2 Prozent (Kasten)

Wie aus einer Statistik der Europäischen Zentralbank hervorgeht, bleiben die europäischen Bankkunden bleiben bei den Bankinstituten, die in ihrem Land vertreten sind. Rund 80 bis 90 Prozent ihres Geschäfts machen die Banken der Eurozone mit inländischen Kunden.

Beim Sparen halten sich demnach rund 84 Prozent an die heimischen Banken, bei Krediten sind es gar 89 Prozent.

Der Europäische Sparkassenverband ESBG sieht den Grund dafür darin, dass die Angebote innerhalb Europas sich wegen der engen Margen nur geringfügig unterscheiden. "Es gibt daher keinen Anreiz für den Konsumenten über die Grenzen zu sehen", meinte Michaela Koller, Mitglied des ESBG Management-Komitees, am Donnerstag vor Journalisten in Brüssel. Außerdem, so Koller weiter, sei das Bankengeschäft vor allem mit Privaten und Kleinunternehmen stark regional geprägt.

Der Europäischen Sparkassenverband sieht sich angesichts dessen darin unterstützt, gegen eine "Harmonisierung des europäischen Bankenwesens im Detail" auszusprechen. (APA/Red.)

10.7.2003 15:04