Wachstum in Euro-Zone auf 0,7 Prozent reduziert
Die EU-Kommission hat ihre Wachstumsprognose für die Euro-Zone 2003 wie bereits von Währungskommissar Pedro Solbes angedeutet auf 0,7 von bisher 1,0 Prozent reduziert. "Für die Euro- Zone ist ein Wachstum von 0,7 Prozent in diesem Jahr wahrscheinlicher", sagte Solbes-Sprecher Gerassimos Thomas am Montag vor dem Treffen der Wirtschafts- und Finanzminister der Euro-Zone in Brüssel.
"Es besteht aber die feste Überzeugung, dass die Erholung im zweiten Halbjahr kommen wird." Solbes hatte bereits eine gute Woche zuvor eingeräumt, dass ein Wachstum von einem Prozent unwahrscheinlich sei und die Wirtschaft im Währungsraum eher um 0,7 Prozent zulegen werde.
Thomas betonte, die unerwartet schwache Konjunkturentwicklung führe zu Haushaltsausfällen, die die Etats auch im kommenden Jahr belasteten. Dennoch seien die EU-Staaten verpflichtet, an der Haushaltskonsolidierung festzuhalten. Die Kommission hatte erst im April ihre Wachstumsprognose auf 1,0 von zuvor 1,8 Prozent gesenkt. Für Deutschland, der größten Volkswirtschaft Europas, gehen viele Wirtschaftsforscher mittlerweile für 2003 von einer Stagnation aus. (APA)
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