Donnerstag, 10. Juli 2003

"Hetzkampagne" - Stronach wehrt sich gegen Vorwürfe

  • NEWS: Kovats und Wlaschek wollen jetzt auch Voest
  • Magna bestätigt erstmals Kauf-Interesse für voestalpine

Magna-Chef Frank Stronach wehrt sich in ganzseitigen Zeitungs-Inseraten gegen eine "Hetzkampagne" gegen Magna und gegen ihn persönlich. In den vergangenen Tagen hätten "Leute aus hohen Positionen in Politik und Wirtschaft rufschädigende Aussagen über Magna und Frank Stronach getätigt", heißt es in dem ganzseitigen offenen Brief, der am Donnerstag in österreichischen Tageszeitungen erscheint.

Mit der "Hetzkampagne" in Sachen voestalpine würden "qanz bewusst Ängste bei den voest-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geschürt". Magna sei schlecht, Magna wolle alles zerstückeln. "Das Gegenteil ist der Fall: Magna baut laufend neue Fabriken - auch hier in Österreich
- und entwickelt immer wirtschaftlich sinnvolle und zukunftssichere Lösungen, die Arbeitsplätze schaffen und bestehende sichern."

In einem Interview in der "ZiB 2" ließ sich Stronach am Mittwoch Abend nicht auf ein dezidiertes Kaufinteresse an der voestalpine festlegen. Stronach betonte vielmehr: "Ich habe noch nie gesagt, dass ich es kaufen will, ich habe mich in keiner Art und Weise darum gekümmert, ich habe mit niemandem von voest und ÖIAG gesprochen."

Dennoch ließ er durchblicken, dass ihm die Zukunft der voestalpine ein Anliegen sei. Die Rahmenbedingungen müssten stimmen, so Stronach. Dann solle der beste Käufer den Zuschlag bringen - und je mehr Kaufinteressenten, desto besser für Österreich.

Zur Behauptung, dass Magna der Hauptprofiteur bei dem von der Regierung beschlossenen Ankauf der Eurofighter-Abfangjäger sei, hält Stronach in dem Offenen Brief fest: "Wir haben nicht davon profitiert, Magna steht nachweislich nicht auf der veröffentlichten Gegengeschäftsliste." (APA)

10.7.2003 09:04