Grasser: ÖIAG-AR so gut wie Kleinaktionäre informiert
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Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat am Freitag im Industrieausschuss des Nationalrats die Forderung nach einer Ablöse von Magna-Manager Siegfried Wolf zurückgewiesen. Er könne "keinen Interessenskonflikt" erkennen. Wolf und andere Aufsichtsräte seien nicht besser informiert "als jeder private Kleinaktionär"!
Kein (ÖIAG)-Aufsichtsrat habe "mehr Informationen als jeder private Kleinaktionär mit zehn Voest-Aktien auch", erklärte Grasser laut Parlamentskorrespondenz wörtlich.
SP-Abgeordneter Walter Schopf erklärte daraufhin, das ÖIAG-Kontrollgremium müsse "sofort abberufen" werden, wenn das stimme.
Um die Doppelfunktion Wolfs als Magna-Spitzenmanager und ÖIAG-Aufsichtsrat ist in den vergangenen Wochen im Zuge der voestalpine-Privatisierungsdebatte eine breite Unvereinbarkeitsdiskussion ausgebrochen.
ÖIAG behält vorerst 15 Prozent der VA Tech
Im Privatisierungsausschuss der österreichischen Staatsholding ÖIAG ist am Donnerstag beschlossen worden, dass die ÖIAG zumindest noch ein Jahr lang einen Anteil von 15 Prozent am Linzer Technologiekonzern VA Tech behalten wird. Dieses Vorgehen werde gewählt, um potenziellen Interessenten Vertrauen zu signalisieren. Auch die Telekom Austria soll zum Teil verkauft werden. Interessenten gibt es aber derzeit laut Staatsholding keine. Kanzler Schüssel erklärte im TV, man werde sich die Käufer ganz genau ansehen müssen.
Man werde sich den Käufer der voestalpine ganz genau anschauen, erklärte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) Donnerstag Abend in der "ZiB 2". Die bisherigen Privatisierungen seien erfolgreich und zu Gunsten des Budgets, des Steuerzahlers und der Arbeitnehmer verlaufen. Auch für die voestalpine gelte: es müsse garantiert sein, dass das Hauptquartier in Österreich bleibe, in Forschung investiert werde, die Arbeitsplätze erhalten blieben.
Und: "Natürlich wollen wir auch einen guten Preis erzielen." Es solle nichts verschenkt werden, anzustreben sei "ein fairer, objektiver, transparent ausgemachter Preis". Er glaube, dass ein großer Teil zudem über die Börse gehen könne.
ÖIAG bremst sich ein
Derzeit hält die ÖIAG 24 Prozent an der VA Tech. In welcher Form und Geschwindigkeit die restlichen neun Prozent an VA Tech abgegeben werden sollen, ließen die beiden Manager offen.
Für die voestalpine soll in den kommenden Monaten ein "EU-gerechtes Tenderverfahren für Finanzinvestoren" entwickelt werden, während gleichzeitig eine Börsenplatzierung im Auge behalten werde, sagte Wieltsch.
(apa, red)
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