Dienstag, 8. Juli 2003

BA-CA-Aktie im ATX mit 7,5 Prozent gewichtet

  • Papier wegen geringem Streubesitz nur Nummer vier im ATX
  • Greenshoe von Emissionsbanken vorerst noch nicht gezogen

Die vor wenigen Tagen an Wiens Börse zurückgekehrte Aktie der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) wurde am Montag als viertgrößter Titel (nach Erste Bank, Telekom Austria und OMV) in den Wiener Leitindex ATX aufgenommen. Das Papier, das bei seinem Börse-Comeback enttäuscht hat, ist im Index der wichtigsten österreichischen Aktien mit aktuell 7,5 Prozent gewichtet. Damit kommt die BA-CA-Aktie - wie erwartet - nur auf etwas mehr als ein Drittel der Index-Gewichtung der schärfsten Konkurrentin Erste Bank.

Die Erste bringt nach heutigem Stand 19,0 Prozent auf die ATX-Waage und ist somit weiterhin größter ATX-Wert. Zweitschwerster Index-Titel ist nach wie vor Telekom Austria mit 17,7 Prozent Gewichtung, gefolgt von OMV mit fast 10 Prozent.

BA-CA - vor der Übernahme durch die bayerische HypoVereinsbank (HVB) jahrelang sozusagen "Hausherr" im Wiener Klub der Blue-Chips - liegt mit der jetzigen Gewichtung nur auf Platz vier. Von der Wiener Börse AG wurde dies unter anderem mit dem vergleichsweise geringen Streubesitz begründet.

Wiener Leitindex nun stark bankenlastig
Mit der Aufnahme der BA-CA in den ATX darf der Wiener Leitindex, der nunmehr 22 Werte umfasst, wieder als bankenlastig gelten. Erste Bank und BA-CA repräsentieren derzeit gemeinsam 26,5 Prozent des Index und damit mehr als ein Viertel.

Greenshoe vorerst noch nicht gezogen
Nicht erfüllt haben sich die Hoffnungen auf rasche Zeichnungsgewinne bei der Erstnotiz der BA-CA, der bisher größten europäischen Neuemission des Jahres, die dem angeschlagenen Mutterkonzern HypoVereinsbank rund eine Milliarde Euro in die Kassen spült.

Ein um 1 Euro unter dem Ausgabepreis liegender Schlusskurs von 28 Euro entsprach einem doch herben Abschlag von 3,45 Prozent an dem mit Spannung erwarteten ersten Handelstag (Mittwoch). In der Folge konnte sich der Kurs etwas stabilisieren. Offen ist weiter, wann die Emissionsbanken ihre Mehrzuteilungsoption über 4,95 Millionen Stammaktien ausüben. Ohne Mehrzuteilungsoption bleibt der Brutto-Erlös der bayerischen BA-CA-Mutterbank HypoVereinsbank (HVB) aus dem Börsegang, der bisher größten europäischen Aktienemission des Jahres, bei rund 960 Mio. Euro. Mit dem Greenshoe wären es dann 1,1 Mrd. Euro. (APA/Red.)

8.7.2003 10:16