Montag, 7. Juli 2003

Sekt-Imperium Schlumberger mit Ergebniseinbruch

  • Umsatz ging um 1,7 Prozent auf 144,1 Mio. Euro zurück

Der Wiener Sekt- und Spirituosen-Hersteller Schlumberger hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002/03 (per Ende März) - auf Grund des starken Konsumrückgangs vor allem in Deutschland - einen starken Einbruch beim Betriebsergebnis (EBIT) von 5,54 auf 1,69 Mio. Euro verbucht. Der Umsatz ging um 1,7 Prozent auf 144,1 Mio. Euro zurück.

Der anhaltenden Konjunkturflaute will Österreichs älteste Wein- und Sektkellerei mit einer Umstrukturierung, einer Internationalisierung der Marke Schlumberger und neuen Produkten entgegenwirken und 2003/04 wieder "ein Wachstum erzielen", kündigte Vorstandsvorsitzender Gerhard Lacher am Montag an.

Bis Ende 2003 wolle Schlumberger "Anpassungen in der Unternehmensstruktur und -strategie" vornehmen, sagte Lacher. Auch das verlustbringende Geschäft in Deutschland, wo 2002/03 wegen der Wirtschaftsschwäche ein Umsatzrückgang von 10,5 Prozent verzeichnet wurde und 17 Mitarbeiter der ursprünglich 87 Mitarbeiter abgebaut wurden, soll neu aufgesetzt werden. Auf dem österreichischen Heimmarkt war der Umsatz vergleichsweise um 3,2 Prozent gestiegen.

Schlumberger werde heuer u.a. ein neues Softwareprogramm einführen, was rund 2 Mio. Euro koste und zu einer Neuaufsetzung des gesamten Unternehmens führen werde, so Lacher. Ob dadurch weitere Mitarbeiter eingespart würden, sei noch offen. Die Zahl der Mitarbeiter war 2002/03 um 8,4 Prozent auf 240 Beschäftigte gesunken.
(apa)

7.7.2003 12:40