Montag, 7. Juli 2003

Niki Lauda dementiert Gerüchte um Fluglinie Swiss

  • "Keine Lust auf ein Himmelfahrts-Kommando"
  • Swiss-Führung bereitet Öffentlichkeit auf eine Übernahme vor

Niki Lauda hat keine Lust auf ein "Himmelfahrts-Kommando" bei der finanziell schwer angeschlagenen Schweizer Fluglinie Swiss. Am Wochenende hatten einige Schweizer Medien den Ex-Formel-I-Weltmeister und Gründer der Lauda Air als "Retter" der in Turbulenzen geratenen Swissair-Nachfolgegesellschaft genannt und bereits mit einer Spitzenposition in Zusammenhang gebracht.

"Ich bin im Moment anderweitig beschäftigt und kann mir nicht vorstellen, bei Swiss irgendeine Rolle zu spielen", zitieren die "Salzburger Nachrichten" Lauda in ihrer Montag-Ausgabe.

Swiss-Aufsichtsratschef Pieter Bouw wolle sich mit ihm treffen, erklärte der Ex-Rennfahrer am Rande des französischen Grand Prix in Magny-Cours. Es gebe aber noch keinen Termin. Nach anderen Berichten bestehe Interesse an einer Beratungstätigkeit durch Lauda. Lauda ist Gründer der Fluggesellschaft Lauda Air, die mittlerweile zu 100 Prozent der Austrian Airlines gehört.

Die Swiss-Führung bereitet die Öffentlichkeit unterdessen bereits auf eine mögliche Übernahme vor. Die Eigenständigkeit der Schweizer Fluglinie werde künftig nicht mehr an oberster Stelle stehen, sagte Swiss-Chef Andre Dose am Wochenende. Auch das Thema Beitritt zur Allianz One World sei noch nicht abgeschlossen. Verhandelt werde mit allen möglichen Partnern.
(apa)

7.7.2003 11:29