Hans Blix: "Großbritannien lag mit Irak-Dossier völlig daneben"
- Dossier über irakisches Waffenprogramm "fundamentaler Fehler"
- Blair-Regierung behauptete, Irak könne in 45 Min. Massenvernichtungswaffen einsetzen
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Schwere Vorwürfe erhebt der frühere Chef der UNO-Waffenkontrollkommission (UNMOVIC), Hans Blix, gegen britische die Regierung unter Tony Blair. Sie hätte sich, laut Blix, gründlich in ihrer Behauptung getäuscht, der Irak habe innerhalb von 45 Minuten Waffenvernichtungswaffen einsetzen können. Eine entsprechende Einschätzung in einem Dossier über das irakische Waffenprogramm sei ein "fundamentaler Fehler", sagte Blix dem "Independent".
"Mir erscheint es höchst unwahrscheinlich, dass es dort Mittel gab, innerhalb von 45 Minuten auf Massenvernichtungswaffen zurückzugreifen", erklärte Blix, der im vergangenen Monat sein Amt als Chef der UNO-Waffeninspektoren abgeben hatte.
Das britische Parlament hatte Premierminister Tony Blair und seine Regierung vom Vorwurf entlastet, die Abgeordneten zur Rechtfertigung des Irak-Kriegs mit irreführenden Informationen getäuscht zu haben. (apa/red)
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