Die Hepburn über Hollywood: "Wir sind Prostituierte"
Ein kurzer Vorabdruck in der aktuellen Ausgabe des "Time"-Magazins schildert Hepburns abgeklärten Zugang zur Schauspielerei: "Sehen wir der Wahrheit ins Auge - wir sind Prostituierte."
"Ich habe mein Leben damit verbracht, mich zu verkaufen - mein Gesicht, meinen Körper, die Art, wie ich gehe und rede", so Hepburn. "Schauspieler sagen: 'Ihr könnt mich anschauen, aber Ihr müsst mich dafür bezahlen.'"
Kaum Karrierestolz
Hepburns Biograf A. Scott Berg war der Ansicht, dass gute Schauspieler ihr Publikum inspirieren, bewegen und sogar verändern können. Hepburn bezweifelte das: Sie habe diesbezüglich zu wenig geleistet.
"Es ist wirklich nicht sehr schwer, bei einem Abendessen mit dem Präsidenten zu erscheinen oder einen Preis anzunehmen, damit die Organisation, die ihn vergibt, etwas Publicity bekommt", so Hepburn.
Kein Verständnis für Beschwerden
Stars, die die Kehrseiten des Schauspielgewerbes beklagen, habe sie nie verstanden. "Diese Schauspieler, die sich in Interviews über Zwölfstundentage beschweren! Man sitzt zwölf davon nur herum. Es ist nicht so, als ob wir den ganzen Tag schwere Säcke schleppen würden."
Viele Stars kritisieren den Verlust jeglichen Privatlebens. Hepburn war aber der Meinung, man könne nicht sein Geld damit verdienen, bekannt zu sein, und sich gleichzeitig darüber beschweren, auf der Straße von Fans fotografiert zu werden.
Auch zu Kollegen hatte sie sich eine Meinung gebildet und tat diese auch kund: Katharine Hepburn bewunderte John Travolta und lehnte Arnold Schwarzenegger ab. Meryl Streep war ihr zu "kopfgesteuert".
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