Irakischer Übergangsverwaltungs- rat tritt zusammen. 9. April neuer Feiertag
- 1. Aufgabe: Ernennung der Minister & Wirtschaft stärken
- 25 Mitglieder der wichtigsten politischen & religiösen Gruppen
·"Most wanted"
Wer gefasst ist und wer gesucht wird!
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Husseins Cousins vermutlich gefasst
Der irakische Verwaltungsrat ist am Sonntag in Bagdad zu seiner ersten Sitzung zusammen gekommen. Als eine der ersten Beschlüsse wurde der 9. April als neuen Nationalfeiertag eingeführt. An jenem Tag sind die US-Truppen im Irak-Krieg in Bagdad eingerückt und haben Saddam Hussein gestürzt. Alle vom Saddam-Regime eingesetzten Feiertage wurden abgeschafft.
Die Kontrolle über den Irak wird weiter bei US-Zivilverwalter Bremer bleiben. Mit dem Recht, Minister zu ernennen und den Haushalt für 2004 zu verabschieden wird der Verwaltungsrat aber über einiges politisches Gewicht verfügen, erklärten Beobachter in Bagdad.
25 bis 30 Mitglieder
Der Rat wird aus 25 bis 30 prominenten Irakern bestehen und soll das Recht haben, Minister zu ernennen und den Chef der Zentralbank auszuwählen. Er soll Vorläufer einer größeren Verfassungsversammlung sein, die binnen eines Jahres eine neue Verfassung ausarbeiten soll. Ende 2004 oder Anfang 2005 soll dann eine souveräne irakische Regierung gewählt werden.
Großrazzia im Zentralirak
Die US-Besatzungstruppen haben indessen im Zentralirak die vierte Großrazzia gegen Anhänger des gestürzten irakischen Regimes begonnen. Einheiten der 4. Infanteriedivision begannen in der Nacht zum Sonntag, gegen vermutete Verstecke von Untergrundkämpfern vorzugehen.
Bei den vorigen drei Großaktionen waren hunderte von Verdächtigen verhaftet worden. Viele davon wurden aber mangels Beweisen wieder frei gelassen. Es wurden mehrere große Waffenlager entdeckt, aber die Angriffe auf US-Soldaten gingen weiter.
Debatte um Kriegsgründe
Währenddessen geht die Debatte über die Kriegsgründe der Alliierten im Irak weiter. Die britische Regierung hat sich nach den Worten des früheren Chefs der UNO-Waffenkontrollkommission, Hans Blix gründlich in ihrer Behauptung getäuscht, der Irak habe innerhalb von 45 Minuten Massenvernichtungswaffen einsetzen können. (apa)
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