Samstag, 12. Juli 2003

Kleinkind an Bonbon erstickt - 50 Mio. $ Entschädigung

  • Zweiter Todesfall in den USA
  • Japan: Süßigkeit trägt Spitznamen "Tödlicher Bissen"

Nach dem Erstickungstod ihres Kindes an einem verschluckten Bonbon ist den Eltern in den USA eine Entschädigung von über 50 Millionen Dollar (44,2 Mill. Euro) zugesprochen worden. Ein Richter im kalifornischen San Mateo befand eine taiwanesische Firma wegen Herstellung von "besonders gefährlichen Bonbons" für schuldig.

Der zweijährige Bub war im Februar 2001 an einem Gelee-Bonbon aus der Produktion der Firma erstickt. Nach Angaben der "San Jose Mercury News" war die Firma im Mai in einem ähnlichen Fall in Kalifornien zur Zahlung von über 16 Millionen Dollar verurteilt worden. Damals ging es um den Tod eines zwölfjährigen Mädchens.

Die Bonbons werden aus der zähen Masse der asiatischen Konjac-Wurzel hergestellt. In Japan ist das Produkt auch unter dem Spitznamen "tödlicher Bissen" bekannt. Dort wurden bereits acht Todesfälle auf den Genuss der Süßigkeit zurückgeführt. (apa)

12.7.2003 08:49