Freitag, 11. Juli 2003

Erdbeben im Süden des Iran fordert ein Todesopfer

  • Zwei Stöße der Stärken 5,6 und 5,8 auf der Richterskala
  • Seit 1991 17.600 Menschen bei fast 1.000 Beben im Iran getötet

Bei einem Erdbeben im Süden des Irans ist ein Dorfbewohner ums Leben gekommen, 20 wurden verletzt, berichtete die Nachrichtenagentur IRNA. Strom- und Telefonverbindungen wurden unterbrochen, auch die Wasserversorgung war beeinträchtigt.

Nach Angaben des iranischen Fernsehens erreichten zwei separate Erdstöße Stärken von 5,6 und 5,8 auf der Richterskala. Der erste Erdstoß habe Teile der Provinz Fars zwölf Sekunden lang zum Beben gebracht. Die Stromversorgung sei zusammengebrochen. Nach Angaben des Rundfunks trafen erste Bergungsmannschaften in der Region ein. Das zweite Beben habe eine nahe gelegene Wüstenregion westlich der Großstadt Shiraz erschüttert, berichtete das Fernsehen.

Das Erdbebenobservatorium in Straßburg registrierte ein Beben mit der Stärke 5,5 in Iran. Seit 1991 wurden in Iran beinahe tausend Erdbeben registriert. Einer offiziellen iranischen Bilanz zufolge wurden dabei 17.600 Menschen getötet und 53.500 weitere verletzt. (APA/red)

11.7.2003 08:06