Mittwoch, 9. Juli 2003

Giftschlange per Post verschickt

  • USA: Absender drohen bis zu 25 Jahre Haft
  • Tier überlebte Transport; keine Verletzten

Stellen Sie sich vor, Sie öffnen ein Paket, das Ihnen die Post gerade ins Haus geliefert hat - und darin befindet sich eine lebende Giftschlange! So geschehen in den USA. Ein Anwalt und sein Sohn schickten einem Nachbarn diesen "Gruß" und müssen jetzt mit bis zu 25 Jahren Haft rechnen.

Die Anklage wirft Bob Sam Castleman und seinem Sohn Robert Jerrod vor, einem Mitbürger in dem kleinen Ort Pocahontas im US-Bundesstaat Arkansas eine "nicht versendungsfähige Sache" ins Haus geschickt zu haben, um diesen zu töten oder zu verletzten. Die rund ein Meter lange Mokassinschlange, deren Biss für den Menschen tödlich sein kann, hatte den Postversand in einem Paket unbeschadet überstanden und kam im September vergangenen Jahres quicklebendig beim Adressaten an.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde das Paket von der Ehefrau des Empfängers geöffnet. Diese habe die Polizei gerufen, die die Schlange schließlich töte. Verletzt habe das Reptil niemanden. Über das Motiv der mutmaßlichen Absender wollte sich die Anklagebehörde zunächst nicht äußern. Die tote Schlange soll vor Gericht noch als Beweisstück dienen. "Ich glaube, wir haben den Kadaver irgendwo eingefroren", sagte Staatsanwalt Bud Cummins. (APA/red)

9.7.2003 14:10