2002 wurden mehr als 4.000 Menschen hingerichtet
- Die weitaus meisten Exekutionen in China
Mehr als 4.000 Menschen sind einer Menschenrechtsorganisation zufolge 2002 weltweit durch Staatsbehörden hingerichtet worden. Allein in China seien im vergangenen Jahr 3.138 Menschen exekutiert worden, sagte der Chef der italienischen Organisation "Nessuno tocchi Caino" ("Hände weg von Kain"), Sergio D'Elia, bei der Vorstellung des Jahresberichts am Montag in Rom.
Von den 4.078 Fällen insgesamt seien 3.925 in Asien registriert worden. Aus Afrika seien 63 Hinrichtungen bekannt; in den USA seien 71 Menschen exekutiert worden.
In Europa habe es insgesamt 19 Hinrichtungen gegeben, sagte D'Elia weiter. Davon seien 16 von tschetschenischen Rebellen in Gebieten verübt worden, in denen die islamische Scharia gilt. Drei weitere Exekutionen seien aus Weißrussland gemeldet worden.
Die ehemalige Sowjetrepublik ist der einzige europäische Staat, der die Todesstrafe noch anwendet. Seit 2001 ging, laut Bericht, die Zahl der Hinrichtungen um knapp 700 registrierte Fälle zurück.
(apa)
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