Hunderte Tote bei schweren Unwettern in Asien
- Bangladesch, Indien und China betroffen
Schwere Unwetter in Asien haben in diesem Sommer bereits hunderte Menschen das Leben gekostet. Millionen Menschen in Bangladesch, Indien und China sind nach schweren Regenfällen obdachlos, auf der Flucht oder von den Wassermassen eingeschlossen.
In Bangladesch stieg die Zahl der Todesopfer seit Beginn des Monsuns auf 100, als in der Nacht zu Montag drei Kinder und fünf Erwachsene starben. Dort sind inzwischen fünf Millionen Menschen obdachlos oder von der Außenwelt abgeschnitten, etliche werden vermisst. Bangladesch bereitete sich auf weitere schwere Regenfälle vor.
Nach Unwettern in Indien stieg die Zahl der Toten seit Beginn der Regensaison am Montag auf bis zu 27. Im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh wurden nach Polizeiangaben sieben Menschen von Blitzen erschlagen, darunter fünf Kinder. Alleine im besonders von schweren Regenfällen betroffenen nordöstlichen Bundesstaat Assam verloren nach offiziellen Angaben mehr als 1,1 Millionen Menschen ihr Zuhause, fast 2.000 Dörfer sind überflutet. Die indische Wasserkommission warnte, vor einem weiteren bedrohlichen Ansteigen des Flusses Brahmaputra, der durch Assam und das benachbarte Bangladesch fließt.
Schwere Überschwemmungen in China kosteten diesen Sommer bereits mehr als 200 Menschen das Leben. In Ostchina räumten 380.000 Menschen aus Angst vor steigendem Hochwasser ihre Häuser. Zwei Flüsse in der Provinz Anhui stiegen unaufhörlich an, berichteten staatliche Medien am Montag. Allein am Fluss Huaihe flüchteten Zehntausende aus bedrohten Gebieten. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua kämpfen 870.000 Soldaten und Helfer gegen die Fluten.
(apa)
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