Pröll in NEWS: "FP reißt uns mit nach unten!" Steht neuer Koalitions-Krach an?
- FP-Bleckmann kontert: "Pröll, Leitl & Strasser zündeln"
- Cap spricht von 'Berlusconi-Methoden' & fordert Finz-Rücktritt
·Harte Attacke
Pröll greift an: FP demütigt VP
·FP-Generälin
Pröll, Leitl und Strasser zündeln
·Causa Grasser
Cap spricht von Berlusconi-Methode
·Causa Grasser
Scheibner verteidigt Finanzminister
·Causa Grasser
Darabos: "Stinkt zum Himmel!"
·DISKUSSION
Was sagen Sie zum erstarkten Haider?
Entgegen offiziellen Beschwichtigungen ist das "schwarze" Unbehagen über Turbulenzen, Unprofessionalität und Unzuverlässigkeit der FPÖ größer denn je. Der neben dem Bundeskanzler Wolfgang Schüssel "starke Mann" in der ÖVP, Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll, sagt es im Interview mit NEWS klipp und klar: "Auf Bundesebene herrschen Instabilität und Unkalkulierbarkeit!" FP-Generälin Bleckmann kontert (siehe Kasten rechts)! Droht ein neuer Koalitions-Krach?
"Feindbild" Haider
Um die Regierung wenigstens in die Sommerpause zu retten, starteten Schüssel & Co in den letzten Tagen politische "Massagen" an Jörg Haider persönlich. Nationalratspräsident Andreas Khol verfügte sich deswegen nach Klagenfurt, auch in Wien kam es zwischen einigen wenigen VP-Ministern und Haider zu Vieraugengesprächen. Genereller Tenor: "Jörg, hör endlich mit den Störmanövern auf, oder willst du wirklich, dass diese bürgerliche Regierung zerbricht?"
Pröll warnt Schüssel
Für Niederösterreichs Erwin Pröll überhaupt kein Anlass, an eine "Besserung" Haiders zu glauben. Im Gegenteil. Dessen Eskapaden, so Pröll äußerst besorgt in Richtung Kanzler Schüssel, würden immer deutlicher der Regierungsarbeit insgesamt und damit Österreich schaden: "Jemand, der ständig mit derartigen Taktierereien konfrontiert ist, hat den Kopf nicht mehr frei fürs Regieren."
Präsidenten-Frage
Jedoch: Von einer möglichen Haider-Rückkehr an die FP-Spitze hängt in der Kanzlerpartei ÖVP auch die Frage des Kandidaten für die Bundespräsidentschaftswahl 2004 ab. Festzustehen scheint: Bringt die SPÖ Heinz Fischer, so gilt Erwin Pröll als Topfavorit der Kanzlerpartei.
Weil Pröll in vielen Meinungsumfragen als der einzige VP-Kandidat gilt, der Fischer mit (derzeit) 46:35 Prozent besiegen könnte. Hingegen würde ein SP-Kandidat Fischer Außenministerin Benita Ferrero-Waldner schon derzeit mit 44:43 knapp schlagen und Steiermarks Landeshauptfrau Waltraud Klasnic noch viel deutlicher, mit 48:33 Prozent.
Pröll als Kanzler?
Einmal mehr ist es Tirols wortgewaltiger Arbeiterkammerpräsident Fritz Dinkhauser, der die Dinge ungeniert beim Namen nennt: "Pröll sollte viel besser Bundeskanzler werden. Das gäbe der Republik neue Hoffnung, neue Perspektiven. Er räumte sicher mit vielen Dingen auf, die Unbehagen bereiten, weil die Leut eh nur ausg'sackelt werden. Da bräuchts jetzt grad einen wie ihn."
Alles über Prölls Pläne und seine Meinung zur FPÖ lesen Sie jetzt im aktuellen NEWS.
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