Sex-Sklavinnen: Frauen zur Prostitution gezwungen!
- Menschenhändler in Salzburg festgenommen
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Frauen als Sex-Sklavinnen! Nach monatelanger Ermittlungen im Rotlichtbereich schnappte die Falle in Salzburg zu: Zwei Salzburger im Alter von 43 und 44 Jahren sowie zwei Steirer (43) wurden festgenommen. Das Quartett soll Frauen aus Osteuropa, teilweise unter Gewaltanwendung zur Prostitution gezwungen und sie schamlos ausgenutzt haben.
In Salzburg wurden die Frauen zur Wohnungsprostitution und im Begleitservice eingesetzt. Pro Tag mussten sie 100 Euro an "Wohnungsmiete" abliefern - egal ob sie Einnahmen hatten oder nicht. Im Begleitservice wurden die Einnahmen 60 (Frauen) : 40 (Zuhälter) aufgeteilt. Die Preise wurden von den Zuhältern vorgegeben. Die Steirer hatten im Bezirk Murau zwei Bordelle betrieben und traten auch in Oberösterreich sowie Salzburg als Zuhälter in Erscheinung, wo mehrere Frauen ebenfalls der Wohnungsprostitution nachgehen mussten (insgesamt wurden rund 630 Inserate seit Jänner 2003 eingeschaltet).
Einer der beiden Zuhälter aus der Steiermark war bekannt dafür, dass er Prostituierte mit Gewalt so einschüchtern würde, dass sie spuren. Diesbezüglich hat er auch seinen Salzburger Kollegen seine Dienste angeboten. Als die Exekutive in der Steiermark in den Clubs erschien, waren die Prostituierten sogar erfreut. Drei wollten keinesfalls zurück und eine 19-jährige Slowakin gab an, dass sie Ende Juni vom Bordellbetreiber vergewaltigt worden sei, weil sie ihre Arbeit nicht gut gemacht hätte und er ihr so zeigen wollte, wie das gehen würde.
Die Frauen waren für die beiden Salzburger aus dem osteuropäischen Raum (vor allem Moldawien, Polen und Rumänien) zur Prostitution nach Österreich gebracht worden. Fallweise wurden sie gegen Überweisung eines Geldbetrages bis zu 1.000 Euro pro Person nach Einbehalt einer Provision von 500 US-Dollar durch den Vermittler in die Alpenrepublik geschafft. Die beiden Steirer brachten die Ausländerinnen vor allem aus der Slowakei nach Österreich: Dafür kassierten sie allein 2.000 Euro für die Besorgung pro Visum, obwohl dieses tatsächlich nur 70 Euro kostet, so die Polizei. Diese Schulden mussten dann abgearbeitet werden.
Es wurde Bargeld in der Höhe von rund 20.000 Euro, Schmuck und zahlreiche Uhren sichergestellt. Auch Suchtgiftutensilien und geringe Mengen Heroin sowie Cannabis wurden gefunden. In einer Wohnung in Salzburg konnten ein Revolver, Kal. 6mm, ein Karabiner 98 k, zwei Stockdegen (getarnte und somit verbotene Waffen), neun Dolche, vier Krummdolche und sieben Schwerter sichergestellt werden. (APA)
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