Donau-Sperre nach einem halben Tag aufgehoben
- Frachter war gegen Schleuse bei Passau gekracht
Die Donau-Sperre ist wieder aufgehoben. Ein unter österreichischer Flagge fahrender Schubverband hatte ein Schleusentor des Kraftwerkes Kachlet beschädigt. Die deutschen Behörden untersagten dem Frachttransport vorerst die Weiterfahrt.
Der Vorfall passierte kurz nach Mitternacht. Das Schubschiff mit zwei mit Sojaschot beladenen Frachtkähnen fuhr auf seinem Weg von Deggendorf nach Ungarn in eine der beiden Schleusenkammern des Kraftwerkes Kachlet ein. Dabei geriet einer der Frachtkähne in Schräglage und beschädigte ein Lager des Schleusentores.
Es wurde so stark beschädigt, dass die Konstruktion vorerst nicht mehr benützt werden konnte. Da bei der zweiten vorhandenen Kammer gerade Wartungsarbeiten durchgeführt werden, kann auch diese nicht passiert werden. Die Schifffahrt auf der Donau war deshalb in diesem Bereich vorerst unterbrochen. Eine Reihe von Schiffen musste auf die Weiterfahrt warten. Oberhalb und unterhalb war die Fahrt jedoch weiterhin möglich.
Sachverständige begutachteten den Schaden an der Kraftwerksschleuse. Die Schrauben eines Tores sowie die Betonbefestigung waren durch die Wucht der Kollision beschädigt worden. Die Kosten der Reparatur werden mit rund 30.000 Euro beziffert. Doch könne die Schleuse bis zur endgültigen Reparatur benützt werden. Um 11.20 Uhr wurde die Schifffahrt wieder frei gegeben. (APA/red)
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