35-jährige Steirerin in Karpfenteich ertränkt
- Unfall stellte sich im Nachhinein als Verbrechen heraus
- Freund des Ehemannes gestand die Tat, sitzt nun in Haft
Aus einem vermeintlichen Unfall wurde nun doch Mord: Ein mysteriöser Todesfall im Bezirk Deutschlandsberg hat sich als Gewalttat herausgestellt. Nach Auskunft der Gendarmerie hat ein 21-jährige Steirer gestanden, eine 35-jährige Frau in einem Teich bei St. Martin im Sulmtal ertränkt zu haben. Der Mann, ein Bekannter des Ehemanns der Frau, mit dem man zuvor gemeinsam gezecht hatte, wurde festgenommen.
Die Leiche von Anita L. (35) aus Limberg/Wies war am vergangenen Donnerstag aus einem Karpfenteich geborgen worden. Zunächst deutete einiges auf einen Badeunfall hin: Die Frau hatte am Vorabend mit ihrem Mann und zwei Bekannten in einem Wirtshaus gezecht und wollte anschließend noch schwimmen gehen.
Einer der Bekannten war mit dem Ehemann nach Hause gefahren. Josef S. aus St. Peter im Sulmtal, den die Frau erst an diesem Abend kennen gelernt hatte, begleitete die Frau in den frühen Morgenstunden zu dem Teich. Zuerst hatte S. behauptet, die schwer alkoholisierte Frau - bei der Obduktion wurden 2,4 Promille festgestellt - habe es sich anders überlegt und sei mit einem ihm unbekannten Mann in einem Auto weggefahren.
Die gerichtsmedizinische Untersuchung ergab jedoch, dass die Frau ertränkt worden war. Josef S., der die Frau als letzter lebend gesehen hatte und laut Kriminalisten von Anfang an zu den Tatverdächtigen zählte, wurde am Montag festgenommen. Im Zuge der Einvernahmen gestand er schließlich am Dienstag, sein Opfer "in einem Wutanfall untergetaucht" zu haben. In Wut geraten sei er deshalb, weil ihn die Frau zunächst unerwartet von hinten getaucht und er dabei Wasser geschluckt habe.
Rettungsversuche dürfte S. jedenfalls keine unternommen haben. Die Leiche wurde schließlich Donnerstagnachmittag von Einsatztauchern gefunden, nachdem Passanten die Bekleidung der Frau am Ufer gefunden hatten. (APA/red)
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