Führungswechsel bei Kristall-Konzern Swarovski
- Wattens: Gerhard Swarovski aus Beirat hinausgewählt
- Das Weltunternehmen erreichte 2002 einen Umsatz von 1,672 Mrd. Euro

In der Swarovski-Gruppe mit Sitz in Wattens gibt es einen überraschenden Wechsel im Beirat, dem höchsten Führungsgremium des weltweit tätigen Kristall-Konzerns. Die Gesellschafterversammlung wählte Gerhard Swarovski aus dem sechsköpfigen Beirat hinaus. Sein Bruder Helmut Swarovski bleibt im Beirat, ist aber nicht mehr Vorsitzender, berichtete die Tiroler Tageszeitung in ihrer Samstag-Ausgabe.
Begründet wurde die Entscheidung damit, dass der Familienverband Fritz (bei Swarovski gibt es drei Familienverbände) weniger als 30 Prozent der Anteile und daher auch nicht mehr Anspruch auf zwei Beiratsmitglieder habe. Dies war allerdings bereits seit mehreren Jahren der Fall.
Gerhards Bruder Helmut Swarovski ist demnach nicht mehr Beiratsvorsitzender, gehört dem Beirat aber nach wie vor an. Grund für den Führungswechsel: Christian Schwemberger-Swarovski hat den Beirat ebenfalls verlassen. Hulda Margreiter (früher bei Swarovski Optik tätig) rückte neu in den Beirat nach. Margreiter wurde zur neuen Vorsitzenden. Ebenfalls neu im Beirat ist Gerlind Buchbauer. Weiterhin dem Führungsgremium gehören Gernot Langes-Swarovski, Monika Schiestl und Marina Giori-Swarovski an.
"Ich habe die letzten 30 Jahre mit aller Kraft für den Swarovski- Konzern gearbeitet. Als Unternehmer und Familienmitglied muss ich diese Entscheidung aber akzeptieren. Nunmehr werde ich mich auf die Geschäftsleitung der Swarovski Optik konzentrieren", hält sich Gerhard Swarovski mit Kritik zurück.
Unter Gerhard Swarovski hat sich das frühere Sorgenkind der Gruppe (Swarovski Kristall, Tyrolit und Swarovski Optik) zum Markt- und Markenführer im fernoptischen Bereich entwickelt. In den letzten 13 Jahren sei der Umsatz vervierfacht worden und ein "sehr erfreulicher Unternehmensertrag" erzielt worden.
Das Weltunternehmen Swarovski erreichte im Vorjahr mit 15.000 Mitarbeitern in den Bereichen Kristall, Schleifmittel und Optik einen konsolidierten Umsatz von 1,672 Mrd. Euro.
(apa)
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