Ankerbrot-Fortführung vorerst gesichert
- Eigentümer Klaus Ostendorf will schnelle Sanierung

Der Fortbetrieb der insolventen Wiener Traditionsbäckerei Ankerbrot ist nun für die kommenden Monate gesichert. Der Gläubigerbeirat hat jetzt einem neuen Zessionskredit über 4 Mio. Euro zugestimmt, so Alois Schönfeld vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) zur APA. Dieser wird, wie berichtet, von der mehrheitlich im Besitz der polnischen BRE-Bank befindlichen Intermarket Bank bereitgestellt.
Der neue Ankerbrot-Eigentümer Klaus Ostendorf will die Sanierung der maroden Brotfabrik jedenfalls "im Schnellverfahren schaffen", berichtet das Wochenmagazin "Format" in seiner aktuellen Ausgabe. In 101 Tagen will der deutsche Unternehmer demnach "wieder ein Plus mit Anker" schreiben. Er selbst will, so "Format" den Vorstandsvorsitz übernehmen, sein Sohn Peter soll sich künftig um die Unternehmensentwicklung und die möglichen Expansionen von Ankerbrot ins Ausland kümmern. Vorstand Bernhard Chwatal soll das operative Geschäft auf Vordermann bringen.
Bis zu 50 Prozent der Filialen will Ostendorf an Franchisepartner übergeben. Die Backproduktion soll nicht, wie vermutet, ins Ausland verlagert werden, schreibt das Magazin. Ostendorf will dort produzieren, wo er auch verkauft.
Die Ankerbrot-Mitarbeiter haben ihre Löhne und Gehälter vom Insolvenzausgleichsfonds noch nicht bekommen. Eine Zwischenfinanzierung sei aber bereits ausgehandelt, so dass die Betroffenen noch in diesem Monat mit dem Geld rechnen können, heißt es dazu in der zuständigen Gewerkschaft. Von den 300 beim Arbeitsmarktservice angemeldeten Kündigungen sollen rund 100 auch tatsächlich wirksam werden. Mit den ersten Kündigungen ist Ende des Monats zu rechnen.
(apa)
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