Shoppen bis 21 Uhr: Parlament beschließt Öffnungs-Ausweitung
- Gewerkschaft warnt: Vereinbarkeit von Beruf & Familie gefährdet
·Wien bis Tirol
Länger einkaufen in den Bundesländern
·Vorarlberg:
Shoppen bis 21 Uhr nur 1 Mal/Woche
·Ladenöffnung
Shopping bis 21 Uhr: Ja oder Nein
·Sonntagsarbeit
ÖVP: Änderung ist nicht geplant
Der Nationalrat hat 8. Juli eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten beschlossen. Ab August 2003 können Geschäfte wochentags zwischen 5 Uhr und 21 Uhr und samstags zwischen 5 und 18 Uhr offen halten. Die Maximalöffnungszeit beträgt grundsätzlich 66 Stunden, kann von den Landeshauptleuten aber gegebenenfalls auf 72 Stunden erweitert werden. Die Koalition begründete die Liberalisierung in der Plenardebatte damit, dass ohne eine entsprechende Änderung ein Kaufkraftabfluss drohe.
Die Opposition stimmte dagegen, weil durch die erweiterten Öffnungszeiten die Handelsangestellten über Gebühr belastet würden und weitere Benachteiligungen für kleine und mittlere Betriebe entstünden.
Beruf vs. Familie
Die weitere Freigabe der Ladenöffnungszeiten führe zu nachhaltigen Verschlechterungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, haben Gewerkschafter vor dem Beschluss gemahnt. Die weitere Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten trifft vor allem Frauen, die mit 70 Prozent den weitaus größten Teil der Handelsbeschäftigten ausmachen, befürchtet die GPA. "Die Regierung verspricht in ihrem Programm eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, setzt aber gleichzeitig keinerlei notwendige Schritte zur Schaffung dringend benötigter Kinderbetreuungs-Einrichtungen und Sicher-Stellungen von Verkehrs-Verbindungen".
(apa, red)
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