China zweifelt an Transrapid-Verbindung Peking-Schanghai
- Entscheidung für Rad-Züge statt Magnet-Schwebebahn
- "Zukunfts-Technologie" vor dem Aus?
Die bisher oft als "Zukunfts-Technologie" bejubelte Magnet-Schwebebahn muss derzeit herbe Rückschläge einstecken: Nachdem sich schon das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen gegen die Einführung des so genannten "Transrapid" entschieden hat, kommt der Magnet-Flitzer nun auch auf der Strecke Peking-Schanghai nicht zum Einsatz. Das könnte mittelfristig das Aus für die Technik bedeuten. Die Entscheidung ist aber noch nicht endgültig.
"Wir haben klare Signale, dass die Entscheidung zugunsten der Rad-Schiene-Technik fällt", zitierte die Zeitung "FAZ" Hans-Dieter Bott, Vorstandsmitglied im Siemens-Bereich Verkehrstechnik.
Mit geschätzten Investitionen von rund 20 Milliarden Euro ist die 1.300 Kilometer lange Strecke Peking-Schanghai das Kernstück im Verkehrswegeplan der Volksrepublik China. Transrapid-Bauer Siemens und Thyssen-Krupp hatten sich große Hoffnung gemacht, den Zuschlag zu bekommen.
China hat Angst, allein zu stehen
Vor allem der chinesische Eisenbahnminister sprach sich vehement gegen den Transrapid und für den japanischen Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen aus. Durch die Beendigung des Transrapid-Projekts in Nordrhein-Westfalen hätten der Minister und alle anderen Skeptiker Rückenwind bekommen. "Die Chinesen haben Angst, dass sie mit der Technologie allein gelassen werden", sagte Siemens-Manager Gerhard Wahl.
(apa, red)
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