Trübe Aussichten für den österreichischen Handel
- Schwache Konjunktur & Verunsicherung durch Pensionsreform
- Frühestens Mitte 2004 ist mit Besserung der Lage zu rechnen
Der österreichische Handel steht weiter im Bann der schwachen Konjunktur und der Verunsicherung der Bevölkerung durch Pensionsreform- und Steuerreformdiskussion. Zwar stieg der Umsatz von Großhandel, Einzelhandel und Kfz-Handel zusammen 2002 um 1,2 Prozent, er machte damit aber den Einbruch des Jahres 2001 um real 2,8 Prozent nicht wett. Diese Analyse stellte die Erste Bank vor.
Die Zahlen gehen aus der jüngsten Branchenanalyse des Sparkassenverbandes zur Konjunkturentwicklung im Handel hervor. Für 2003 geht Paul Windisch, Chefökonom der Erste Bank, höchstens von einem kleinen Plus von 1 Prozent real bei den Handelsumsätzen aus.
"Heuer ist sicher kein Aufschwung im Handel zu erwarten", sagte Windisch. Über die aktuelle Situation herrsche allerdings Unsicherheit, weil wegen einer fehlenden ministeriellen Verordnung für das erste Quartal 2003 von Statistik Austria noch keine Daten erhoben wurden.
Frühestens Mitte 2004 sei mit einer Besserung der Lage zu rechnen. Notwendig wäre eine "Signal", wie etwa ein EU-Konjunkturproramm, sagt Windisch. Von der Steuerreform erwartet er keine Wirkung: "In der ersten Etappe bringt sie überhaupt nichts und die 2. Etappe 2005 ist aus heutiger Sicht nicht finanzierbar." (apa)
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