Dienstag, 1. Juli 2003

Gorbach will mit Lkw-Maut am 1.Dezember starten

Verkehrsminister Gorbach hofft, bereits per 1. Dezember 2003 mit dem Road Pricing beginnen zu können. Davon informierte Gorbach am Dienstag den Rechnungshofausschuss des Parlaments. Die Testphase für die Lkw-Maut laufe "intensiv", sagte der Minister. Er bekräftigte im Ausschuss, dass es bei durchschnittlich 22 Cent Mautgebühr pro gefahrenem Kilometer bleibt.

Weder eine Erhöhung der Maut auf 29 Cent sei ein politisches Thema noch erwäge er eine Reduzierung, betonte Gorbach - zumal die Einnahmen von 600 Mill. Euro im Rahmen des Generalverkehrsplanes bereits verplant seien. Ebenso wenig sei die Verdoppelung des Preises für die Autobahnvignette ein politisches Thema, sagte Gorbach.

Der Verkehrsminister verteidigte im Ausschuss heute auch die Entscheidung für das Mikrowellensystem zur Abrechnung der Mautgebühren. Dieses habe sich wirtschaftlich gesehen sich als "bestes und auch machbares System" herausgestellt habe. Außerdem könne Österreich dadurch eine neunzigprozentige Wertschöpfung lukrieren.

Der Minister bestätigte, dass man europaweit ein einheitliches Satellitensystem plane. Dieses sei aber nicht das GPS-System, sondern das im Rahmen des EU-Forschungsprogramms "Galileo" entwickelte. Das jetzt in Österreich installierte Mikrowellensystem könne dann auf das Satellitensystem umgerüstet werden. Ob dieses bereits 2012 funktioniere, sei fraglich, räumte der Verkehrsminister ein.

Die Verkehrssprecherin der Grünen, Eva Lichtenberger, kritisierte, dass die Kosten für die Umrüstung wahrscheinlich höher seien, als wenn man sich für ein anderes System entschieden hätte. (APA)

1.7.2003 21:58

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