Sonntag, 6. Juli 2003

Für Bush weiter harte Gangart im Irak notwendig

US-Präsident Bush hält angesichts der gespannten Sicherheitslage im Irak eine weiterhin harte Gangart für erforderlich. "Wir werden hart bleiben müssen", sagte Bush am Donnerstag bei seinem Besuch in Botswana in der Hauptstadt Gaborone. Seine Regierung habe mit dem Irak zweifellos ein "Sicherheitsthema" zu bewältigen.

Die USA müssten das Problem nun bezogen auf jeden Einzelfall angehen. In der Nacht waren bei Angriffen auf die Besatzungstruppen im Irak erneut drei US-Soldaten getötet worden. Seit dem Ende der offiziellen Kampfhandlungen am 1. Mai kamen dort bisher 32 US-Soldaten bei Angriffen ums Leben.

Angesichts der anhaltenden tödlichen Angriffe auf Besatzungssoldaten im Irak hat Bush von einem Sicherheitsproblem in dem Golfstaat gesprochen. "Es ist wichtig für uns, den Kurs fortzusetzen. Wir werden den Kurs fortsetzen", sagte Bush am Donnerstag während seines Besuchs in Botswana.

"Wir sind in der Lage, diese Orte zu verteidigen", sagte der Polizeichef von Falluja, Rijadh Abdel-Latif. "Die Anwesenheit der Amerikaner bringt uns aber in Gefahr. Wir haben die Amerikaner vor mehr als eineinhalb Monaten aufgefordert, Falluja zu verlassen." Mehr als 100 Polizisten, die von den USA ausgebildet wurden, demonstrierten in Falluja gegen die US-Besatzungstruppen und forderten ihren Abzug. Andernfalls würden sie innerhalb von 48 Stunden ihre Arbeit einstellen, hieß es in einer Petition an den Bürgermeister und den US-Kommandanten.

Falluja ist wie Ramadi zunehmend ein Zentrum des Widerstandes gegen die US-Truppen. Auf Saddam zugeschriebenen Tonbändern wurden die Iraker erst vor wenigen Tagen zum Kampf gegen die Besatzungstruppen aufgerufen. (APA/red)

6.7.2003 22:17