Kommission spricht Blair frei:
Irak-Dossier nicht gefälscht
- Untersuchungsausschuss kann keine Täuschung erkennen
- Aber Kritik an dramatisierter Präsentation des "Beweis-Dossiers"
·G.I.-Randale
Flughafen Bagdad: 100 Mio. $ Schaden
Tony Blair ist unschuldig! Ein Untersuchungsausschuss des britischen Unterhauses hat den Premier und dessen Minister wie erwartet von dem Vorwurf freigesprochen, das Parlament über die Gründe für den Irak-Krieg getäuscht zu haben. Gleichzeitig kritisierte das parteiübergreifende Gremium am Montag aber die Zusammenstellung und dramatische Präsentation von zwei "Beweis- Dossiers".
So habe Blair die Bedeutung des zweiten Dossiers, das teils aus einer Studentenarbeit abgeschrieben war, im Parlament falsch dargestellt. Die Behauptung, dass der frühere irakische Präsident Saddam Hussein binnen 45 Minuten mit seinen Massenvernichtungswaffen zuschlagen könne, sei außerdem über Gebühr herausgestellt worden, befanden die Abgeordneten. Die in dem ersten Dossier verwendete Sprache sei zu wertend gewesen.
Blairs Kommunikationschef Alastair Campbell wurde mit knapper Mehrheit von dem Vorwurf freigesprochen, einen "unangemessenen Einfluss" auf die Zusammenstellung der Dossiers ausgeübt zu haben. (APA/red)
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