Explosionsserie an Tankstelle in Ankara, 100 Verletzte
- Menschen fürchteten Erdbeben und flohen ins Freie
- 300 Gäste in "Hochzeitssalon" über Tankstelle

Bei einer Serie von verheerenden Explosionen an einer Tankstelle in der türkischen Hauptstadt Ankara sind am Samstagabend mindestens 100 Menschen verletzt worden. Viele der Opfer waren Gäste einer Hochzeitsfeier in einem Saal über der Tankstelle. Drei Menschen erlitten schwere Verletzungen. 46 wurden am Sonntagmorgen noch in Krankenhäusern behandelt.
Zu den drei lauten Explosionen gegen 21.30 Uhr (Ortszeit) sei es beim Auffüllen eines Reservoirs für Flüssiggas an der Station durch einen Tankwagen gekommen. Nach türkischen Medienberichten war am Sonntag die genaue Ursache der Detonationen noch unklar.
Zunächst hatten die Behörden eine weitaus höhere Zahl von Opfern vermutet. Den Rettungskräften bot sich in der von Flammen erhellten Dunkelheit ein Bild der Verwüstung. Das Tankstellengebäude brannte lichterloh und wurde fast völlig zerstört, mehrere Autos brannten aus. Erst nach drei Stunden sei es der Feuerwehr gelungen, die Feuer zu löschen.
Die meisten der Verletzten hatten zum Zeitpunkt des Unglücks über der Tankstelle fröhlich eine Hochzeit gefeiert. Die anderen Opfer hielten sich nahe der Station in einem dicht besiedelten Wohnviertel der Stadt auf. Der türkische Gesundheitsminister Recep Akdag und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan besuchten die Opfer in den Kliniken.
Innenminister Abdulkadir Aksu hat am Sonntag eine Untersuchung des Vorfalls angeordnet. Dabei soll auch geklärt werden, warum eine Genehmigung für den Festsaal über einer Tankstelle erteilt wurde.
(APA)
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