Freitag, 4. Juli 2003

US-Truppen töten elf Aufständische im Irak

  • Zuvor Überfall auf US-Konvoi nördlich von Bagdad

Nach einem Angriff auf einen US-Konvoi nördlich von Bagdad haben amerikanische Soldaten am Freitag elf Aufständische getötet. Dies teilte ein Militärsprecher in Balad nördlich der irakischen Hauptstadt mit. Der Gegenangriff erfolgte mehrere Stunden nach dem Überfall an einer Landstraße bei Balad, 90 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad, so der Sprecher.

Die Rebellen feuerten am Donnerstagabend mehrere Mörsergranaten auf die Soldaten ab. Von den 18 Verletzten befinden sich zwei in ernstem Zustand. Ihre Einheit gehört zur "Task Force Iron Horse", die mit der Fahndung nach Anhängern des gestürzten irakischen Regimes beauftragt ist. Balad liegt im "sunnitischen Dreieck" nördlich und westlich von Bagdad, in dem das gestürzte Regime von Saddam Hussein den stärksten Rückhalt hatte.

Bei den Angriffen auf US-Soldaten waren bei drei neuerlichen Anschlägen ein US-Soldat getötet und mindestens zwölf weitere verletzt worden.

Die Berichte über die neuerlichen Angriffe auf US-Soldaten werfen einen Schatten auf die geplanten Feierlichkeiten der US-Truppen anlässlich des amerikanischen Unabhängigkeitstags. Die Soldaten sind seit dem Ende der Hauptkriegshandlungen am 1. Mai immer wieder Ziel von Anschlägen und Angriffen aus dem Hinterhalt geworden. 26 US-Soldaten wurden dabei bisher getötet.

(apa)

4.7.2003 14:50