Freitag, 4. Juli 2003

Zwei Selbstmordattentäter unter Tätern von Quetta

  • Mindestens 50 Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt
  • Anschlag in schiitischer Moschee an afghanischer Grenze

Unter den drei mutmaßlichen Tätern des Anschlags auf eine Moschee in der pakistanischen Stadt Quetta waren nach offiziellen Angaben zwei Selbstmordattentäter. Zwei der Angreifer hätten sich mit den an ihren Körpern befestigten Bomben selbst getötet - insgesamt gab es wohl mindestens 44 Todesopfer bei einem - wie es scheint - religiös motivierten Attentat.

Der dritte Angreifer erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Nach Angaben der pakistanischen Hilfsorganisation Edhi Welfare Trust starben drei weitere Verletzte in der Nacht zum Samstag im Krankenhaus. 40 Verwundete würden noch medizinisch versorgt, fünf von ihnen seien lebensgefährlich verletzt. Insgesamt lag die Zahl der Todesopfer demnach bei 44-48. Nach Angaben von Informationsminister Sheikh Rashid kamen 36 Menschen ums Leben.

Der Anschlag war am Freitag auf eine hauptsächlich von Schiiten besuchte Moschee in Quetta verübt worden. Anschließend hatten in der Stadt Unruhen begonnen. Es war bereits der zweite Angriff auf die schiitische Bevölkerung in Quetta binnen eines Monats. Unter den 1,5 Millionen Einwohnern bilden die Schiiten der Hasara-Volksgruppe eine Minderheit.
(apa)

4.7.2003 12:09